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Deutsches Rettungsschiff: Italien und Malta verweigern "Lifeline" Einfahrt


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Deutsches Rettungsschiff irrt durchs Mittelmeer

Von dpa
Aktualisiert am 23.06.2018Lesedauer: 2 Min.
Migranten an Bord der "Lifeline": Malta und Italien verwehren dem Schiff das Anlanden.
Migranten an Bord der "Lifeline": Malta und Italien verwehren dem Schiff das Anlanden. (Quelle: Hermine Poschmann/Mission Lifeline/ap-bilder)
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Vor zwei Wochen war es die "Aquarius", die Rom an der Einfahrt in seine Häfen hinderte. Nun wird erneut ein Schiff von Seenotrettern im Mittelmeer blockiert. Das Schiff einer deutschen Hilfsorganisation hat viele Migranten an Bord.

Erneut ist ein Rettungsschiff mit vielen Migranten an Bord auf Irrfahrt auf dem Mittelmeer. Sowohl Italien als auch Malta verweigerten dem Schiff "Lifeline" der deutschen Organisation Mission Lifeline die Einfahrt in einen Hafen. Italiens Innenminister Matteo Salvini drohte Hilfsorganisationen mit der Beschlagnahmung ihrer Schiffe und der Festnahme der Besatzung. Migranten nannte er dabei "Menschenfleisch".

Die "Lifeline" hatte am Donnerstag nach eigenen Angaben mehr als 220 Flüchtlinge in internationalen Gewässern gerettet. Italien und Malta sehen das jedoch anders und schieben sich die Zuständigkeit zu. Weder habe Malta die Rettung koordiniert, noch sei es die zuständige Stelle dafür, sagte ein Regierungssprecher am Freitagabend in Valletta. Die Rettungsaktion habe zwischen Libyen und der italienischen Insel Lampedusa stattgefunden. Italiens Verkehrsminister Danilo Tonanelli, zuständig für die Häfen des Landes, warf Valletta dagegen "Verantwortungslosigkeit" vor.

Zweiter Fall nach der "Aquarius"

Vor rund zwei Wochen hatte die neue populistische Regierung in Italien der "Aquarius" der Hilfsorganisationen SOS Méditerranée und Ärzte ohne Grenzen erstmals die Einfahrt in einen Hafen verwehrt. Auch Malta verweigerte die Aufnahme, weshalb die "Aquarius" schließlich ins spanische Valencia fahren musste. Die "Lifeline" ist nun das zweite Schiff mit Migranten an Bord, das auf Irrfahrt ist. Andere private Retter hatten erst gar keine Flüchtlinge aufgenommen, weil sie davon ausgingen, dass sie nirgends landen dürfen.

Innenminister Salvini, Chef der fremdenfeindlichen Lega, zog über Mission Lifeline her. Die NGO aus Dresden hätte die Anweisungen der Behörden, dass die libysche Küstenwache die Menschen aufnehme, ignoriert. "Sie riskieren das Leben der Migranten auf den Schlauchbooten, hören nicht auf die italienischen und libyschen Behörden und intervenieren, um diese wertvolle Ware von Menschen – von Menschenfleisch – an Bord zu laden." Für ihn sind die NGOs "Vize-Schlepper", die Geld mit den Migranten machen wollen.

Unklarheit gibt es auch über die Beflaggung des Schiffes: Während Mission Lifeline angibt, es fahre unter niederländischer Flagge, wiesen das die dortigen Behörden zurück.

220 Ertrunkene in wenigen Tagen

Bei mehreren Unglücken im Mittelmeer waren in den letzten Tagen etwa 220 Menschen ertrunken. Seenotretter sehen einen direkten Zusammenhang zwischen den vielen Toten und der Abweisung privater Rettungsboote in Italien. "220 Menschen sterben innerhalb von drei Tagen und Matteo Salvini redet von "Menschenfleisch", verheerend", twitterte die deutsche Organisation Sea-Eye, die ihre Rettungsmission im Mittelmeer mittlerweile abgebrochen hat.

Nach Angaben des UNHCR steigt die Zahl der Toten im Mittelmeer seit Anfang des Jahres mit den geschätzten 220 Toten nun auf über 1000. Unter anderem am Dienstag war ein Holzboot gesunken. Nach Schätzungen sollen 100 Menschen an Bord gewesen sein, aber nur fünf hätten das Unglück überlebt. Die libysche Küstenwache habe sie gerettet. Am selben Tag sei ein Gummiboot mit 130 Menschen an Bord gesunken. Fischer hätten nur 60 der Bootsinsassen retten können. Am 20. Juni hätten andernorts auf See gerettete Flüchtlinge und Migranten von 50 Mitreisenden berichtet, die ertrunken seien.

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Verwendete Quellen
  • dpa
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