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OSZE-Bericht: Putins Geheimwaffen in der Ostukraine gesichtet

OSZE-Bericht legt offen  

Putins Geheimwaffen in der Ostukraine gesichtet

Von Jan-Henrik Wiebe

15.08.2018, 14:20 Uhr
OSZE-Bericht: Putins Geheimwaffen in der Ostukraine gesichtet. Russische Soldaten bedienen das Leer-3-System, mit dem sich der Mobilfunk überwachen lässt. So können etwa feindliche Handynutzer aufgespürt und dann beschossen werden. (Quelle: imago/Itar-Tass/Archiv)

Russische Soldaten bedienen das Leer-3-System, mit dem sich der Mobilfunk überwachen lässt. So können etwa feindliche Handynutzer aufgespürt und dann beschossen werden. (Quelle: Itar-Tass/Archiv/imago)

Laut einem neuen OSZE-Bericht setzen die russischen Kämpfer in der Ostukraine Waffensysteme ein, die nur Russland besitzt. Der Fund ist brisant und ein handfester Beleg für Russlands Präsenz im Nachbarland.

Zum ersten Mal hat eine Drohne der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit (OSZE) russische Fahrzeuge für elektronische Kampfführung in der Ostukraine gesichtet. Dies schreibt die Organisation, der auch Russland angehört, in einem neuen Bericht. Gesehen wurden die zum Teil brandneuen Fahrzeuge am 28. Juli im Gebiet Luhansk in Tschornuchyne, einer Siedlung städtischen Typs nahe Debalzewe.

Der Fund ist für den russischen Präsidenten Wladimir Putin brisant, denn offiziell sind gar keine russischen Soldaten in der Ostukraine aktiv. Nur selten gibt es solche eindeutigen Hinweise auf das russische Engagement im Nachbarland wie in diesem Fall. Die OSZE schreibt in ihrem Report nicht, welchem Land die Systeme gehören. Sie werden allerdings ausschließlich von den Streitkräften der Russischen Föderation verwendet und im Gebiet der russischen Kämpfer gesehen.

Mit den vier jetzt durch Drohnen gesichteten Fahrzeugen für elektronische Kriegsführung sollen die Signale für Mobilfunk, gegnerische Aufklärungsflugzeuge und radargestützte Raketen gestört beziehungsweise abgefangen werden.

Waffensystem: Erster Test erst im vergangenen Jahr

Zu den vier Systemen gehören das Leer-3 RB-341V, 1L269 Krasukha-2, RB-109A Bylina und das System Repellent-1. Alle sind nicht älter als 2014. Darunter ist das streng geheime RB-109A Bylina-System, das einen Bordcomputer mit künstlicher Intelligenz besitzen soll, die das elektromagnetische Spektrum analysiert und in Echtzeit Angriffsziele auswählt. Mehr ist kaum bekannt, denn erst beim großen Militärmanöver "Sapad 2017" mit dem Nachbarland Weißrussland sei es nach Angaben der russischen staatlichen Nachrichtenagentur Tass zum ersten Mal getestet worden. Laut Experten soll das System frühestens 2018 im Feld erprobt werden und bis 2025 komplett an die Armee übergeben werden.

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In dem seit 2014 tobenden Konflikt in der Ostukraine werden weiterhin fast täglich ukrainische Soldaten getötet oder verwundet. Die 600 Mitarbeiter der OSZE in der Ukraine sind die einzige unabhängige Beobachtermission in der Konfliktzone. Täglich schreiben sie Berichte über ihre Beobachtungen. Der Report über die vier neusten russischen Waffensysteme kam erst zwei Wochen nach der Beobachtung. Warum die brisanten Informationen mit so viel Verspätung veröffentlicht wurden, teilte die OSZE nicht mit.

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