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Journalistin in Nordirland getötet: "New IRA" bekennt sich – Frau festgenommen

"New IRA" bekennt sich  

Festnahme nach Tod von Journalistin in Nordirland

23.04.2019, 19:23 Uhr | AFP

 (Quelle: Reuters)
Nordirland: Festnahme im Fall der erschossenen Journalistin Lyra McKee

Im Fall der erschossenen nordirischen Journalistin Lyra McKee hat die Polizei eine 57-jährige Frau festgenommen. McKee war bei Krawallen in Derry durch einen Kopfschuss getötet worden. (Quelle: t-online.de)

Lyra McKee: Die nordirische Journalistin war bei Krawallen in der Stadt Derry von einem Kopfschuss getötet worden. (Quelle: t-online.de)


Der tödliche Schuss auf eine Reporterin in Derry schürt die Furcht vor einem erneuten Ausbruch des Nordirland-Konflikts. Nun hat die Polizei eine Frau festgenommen.

Nach dem gewaltsamen Tod der Journalistin Lyra McKee im nordirischen Derry ist eine 57-jährige Frau festgenommen worden. Zwei am Samstag festgenommene junge Männer seien dagegen freigelassen worden, teilte die Polizei mit. McKee hatte am Donnerstagabend am Rande von schweren Ausschreitungen in Derry einen tödlichen Kopfschuss erlitten, die paramilitärische Gruppe "New IRA" (Neue IRA) bekannte sich zu der Tat.

Die Reporterin sei "tragischerweise getötet" worden, als sie an der Seite "feindlicher Kräfte" (der Polizei) gestanden habe, zitiert die Zeitung "The Irish News" aus einer Erklärung der Splittergruppe. Zugleich bat die New IRA die Angehörigen McKees "aufrichtig um Entschuldigung".

Die Journalistin wurde nach Polizeiangaben getroffen, als ein Mann auf Polizisten schoss. Die Behörden gingen früh davon aus, dass die New IRA für die Tat verantwortlich ist. Die Gruppe setzt sich für einen Zusammenschluss Nordirlands mit Irland ein.

Schauplatz des "Bloody Sunday"

Der gewaltsame Tod der 29-Jährigen weckte Erinnerungen an die düstersten Zeiten des Nordirland-Konflikts, bei dem rund 3.500 Menschen getötet wurden. In der britischen Provinz hatten sich jahrzehntelang irisch-katholische Nationalisten und protestantische Loyalisten bekämpft.


Die Stadt Derry, von den Protestanten Londonderry genannt, war 1972 Schauplatz des "Bloody Sunday". Damals schossen britische Soldaten auf unbewaffnete Teilnehmer einer nicht genehmigten Demonstration. 14 Menschen wurden getötet.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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