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Nordkorea: In Ungnade gefallene Tante von Kim Jong Un plötzlich wieder da

Ehemann wurde hingerichtet  

Bereits tot geglaubt: Kim Jong Uns Tante wieder aufgetreten

27.01.2020, 18:02 Uhr | dpa

Nordkorea: In Ungnade gefallene Tante von Kim Jong Un plötzlich wieder da. Kim Jong Un (l.): Ganz in der Nähe von Nordkoreas Machthaber sitzt seine Tante Kim Kyong Hui (2.v.r). (Quelle: dpa/Korean Central News Agency/KCNA via KNS)

Kim Jong Un (l.): Ganz in der Nähe von Nordkoreas Machthaber sitzt seine Tante Kim Kyong Hui (2.v.r). (Quelle: Korean Central News Agency/KCNA via KNS/dpa)

Einst war Kim Kyong Hui eine mächtige Frau in Nordkorea, dann fiel sie mit ihrem Mann in Ungnade. Er wurde getötet, sie verschwand. Nun wurde Kim Jong Uns Tante wieder gesehen.

Die einst einflussreiche Tante des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Kyong Hui, ist erstmals seit mehr als sechs Jahren wieder in der Öffentlichkeit aufgetreten. Die Staatsmedien veröffentlichten am Sonntag Bilder, die die 73-Jährige neben dem Machthaber und seiner Frau Ri Sol Ju bei einem Konzertbesuch am Samstag im Samjiyon-Theater in Pjöngjang zeigen. Kim Kyong Hui ist die Witwe des einst mächtigen Onkels von Kim Jong Un, Jang Song Thaek, der im Dezember 2013 hingerichtet wurde.

In den nordkoreanischen Medienberichten hieß es lediglich, Kim Kyong Hui sei im Publikum gewesen. Details wurden nicht genannt. Die jüngere Schwester von Kim Jong Uns Ende 2011 verstorbenem Vater Kim Jong Il hatte früher eine Reihe hoher Posten bekleidet.

Vergiftung unglaubwürdig

Der Tod ihres Mannes hatte Spekulationen ausgelöst, dass auch Kim Kyong Hui in Ungnade gefallen sein und ein ähnliches Schicksal erlitten haben könnte. Der südkoreanische Geheimdienst bezeichnete jedoch im Mai 2015 Berichte des US-Nachrichtensenders CNN als haltlos, wonach Kim Jong Un seine Tante habe vergiften lassen.

Jang Song Thaek war das bisher prominenteste Opfer einer solchen "Säuberung" durch das stalinistische Regime unter Kim Jong Un. Dem einst zweitmächtigsten Mann hinter Kim wurde Hochverrat vorgeworfen. Nordkorea bestätigte damals in seltener Offenheit seine Hinrichtung. Kim Kyong Hui war nach Berichten der südkoreanischen Nachrichtenagentur Yonhap seitdem nicht mehr in der Öffentlichkeit erschienen. Südkoreas Geheimdienst habe im August 2017 dem Parlament in Seoul gesagt, dass sie nahe Pjöngjang wegen Diabetes behandelt werde.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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