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Chios: Camp-Bewohnerin stirbt – Krawalle in griechischem Flüchtlingslagern

Lage auf Chios eskaliert  

Bewohnerin stirbt in Klinik – Krawalle in Flüchtlingslagern

19.04.2020, 14:44 Uhr | dpa

Chios: Camp-Bewohnerin stirbt – Krawalle in griechischem Flüchtlingslagern. MIgranten auf der griechischen Insel: In den überfüllten Camps auf den Inseln kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. (Symbolbild) (Quelle: AP/dpa/Vangelis Papantonis)

MIgranten auf der griechischen Insel: In den überfüllten Camps auf den Inseln kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. (Symbolbild) (Quelle: Vangelis Papantonis/AP/dpa)

Nach dem Tod einer Frau aus einem griechischen Flüchtlingscamp ist es zu Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Bewohnern eines Lagers gekommen. Die Migranten machen den Behörden schwere Vorwürfe. 

Im überfüllten Registrierlager Vial auf der griechischen Insel Chios hat die Polizei in der Nacht zu Sonntag nach Medienberichten massiv Tränengas eingesetzt, um randalierende Migranten auseinanderzutreiben. Zuvor war eine 47 Jahre alte Frau nach einer Infektion gestorben. Das Krankenhaus der Insel dementierte Gerüchte, wonach die Frau an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben sei.

Wie örtliche Medien weiter berichteten, schleuderten überwiegend junge Migranten Steine auf die Polizei und legten Feuer in einer Kantine und in einigen Zelten. Zudem seien Autos beschädigt worden. Sie warfen den Behörden vor, sich nicht ausreichend um die gestorbene Frau gekümmert zu haben. Die Lage hatte sich am Sonntagmorgen beruhigt, wie der Staatssender der Region Nordägäis berichtete.

In den überfüllten Camps auf den Inseln im Osten der Ägäis kommt es immer wieder zu Ausschreitungen. Die konservative Regierung in Athen hat im ersten Quartal des Jahres mehr als 10.000 Migranten zum Festland gebracht. Weitere 2.380 ältere und kranke Menschen sollen in den kommenden Wochen folgen. Zurzeit harren in und um die Camps der Inseln Lesbos, Chios, Samos, Leros und Kos mehr als 39.000 Migranten aus. Noch im April vergangenen Jahres waren es nur 14.000 gewesen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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