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Armenien: Geheimdienst will Putsch verhindert haben

Wegen Berg-Karabach?  

Armenischer Geheimdienst: Putsch verhindert

14.11.2020, 22:18 Uhr | rtr

Armenien: Geheimdienst will Putsch verhindert haben. Konflikt in Berg-Karabach (Quelle: AP/dpa/Tigran Mehrabyan/Armenian Prime Minister Press Service/PAN Photo)

Konflikt in Berg-Karabach (Quelle: Tigran Mehrabyan/Armenian Prime Minister Press Service/PAN Photo/AP/dpa)

Nur wenige Tage sind seit dem Abkommen zum Ende der Kämpfe in Berg-Karabach vergangen. Nun meldet der armenische Geheimdienst, einen Anschlag auf Ministerpräsident Paschinjan verhindert zu haben.

Die Behörden in Armenien haben nach eigenen Angaben einen Anschlag auf Ministerpräsident Nikol Paschinjan und die Machtübernahme durch Putschisten verhindert. Der Geheimdienst NSS erklärte am Samstag, drei Personen seien festgenommen worden. Sie hätten die Machtübernahme durch die Ermordung des Ministerpräsidenten geplant und es sei auch schon über Personen für dessen Nachfolge diskutiert worden.

Zu den Festgenommenen gehören den Angaben zufolge der Ex-NSS-Chef Artur Vanetsjan und der ehemalige Fraktionschef der Republikaner im Parlament, Vahram Baghdasarjan.

Kritik nach Waffenruhe in Berg-Karabach

Regierungschef Paschinjan steht nach seiner Zustimmung zur Waffenruhe in der Enklave Berg-Karabach bei zahlreichen Armeniern in der Kritik. Bei Protesten gegen seine Entscheidung war er auch als "Verräter" tituliert worden. Armenien und Aserbaidschan hatten sich über Wochen schwere Kämpfe um Berg-Karabach geliefert. Dort leben überwiegend christliche Armenier. Völkerrechtlich gehört die Region im Südkaukasus zum mehrheitlich islamischen Aserbaidschan, von dem es sich aber 1991 losgesagt hatte.

Unter Vermittlung Russlands war Anfang der Woche eine Waffenruhe ausgehandelt worden, die die Kämpfe beenden soll. Der Unmut vieler Armenier richtet sich vor allem dagegen, dass das von der aserbaidschanischen Armee gewonnene Gelände unter Kontrolle Aserbaidschans bleiben soll.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

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