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Anschlag auf Atomphysiker: Ruhani macht USA und "Söldner" Israel verantwortlich

Atomforscher ermordet  

Ruhani macht USA und "Söldner" Israel für Anschlag verantwortlich

28.11.2020, 12:40 Uhr | AFP

Anschlag auf Atomphysiker: Ruhani macht USA und "Söldner" Israel verantwortlich. Trümmerteile auf der Straße am Ort des Anschlags: Der hochrangige Atomwissenschaftler Fachrisadeh war am Freitag bei einem Anschlag in der Nähe von Teheran getötet worden. (Quelle: AP/dpa)

Trümmerteile auf der Straße am Ort des Anschlags: Der hochrangige Atomwissenschaftler Fachrisadeh war am Freitag bei einem Anschlag in der Nähe von Teheran getötet worden. (Quelle: AP/dpa)

Mohsen Fachrisadeh galt als Schlüsselfigur der iranischen Militärentwicklung. Die Tat reiht sich ein in eine Serie von Anschlägen und Sabotageakten. Teheran zeigt auf den Erzfeind: Israel.

Nach dem tödlichen Anschlag auf einen der wichtigsten Atomforscher des Landes hat Irans Präsident Hassan Ruhani Israel beschuldigt, als "Söldner" der USA zu handeln. Die "globale Arroganz" – eine Bezeichnung des Irans für die Vereinigten Staaten – sei mit Israel "als Söldner" für den Tod des Wissenschaftlers Mohsen Fachrisadeh verantwortlich, erklärte Ruhani am Samstag auf seiner offiziellen Webseite. Fachrisadeh war am Freitag bei einem Anschlag in der Nähe von Teheran getötet worden.

Wie die "New York Times" schrieb, hätten ein US-Beamter und zwei weitere Geheimdienstmitarbeiter bestätigt, dass Israel hinter dem Angriff stehe. Sie nannten demnach keine weiteren Details.

Ruhani erklärte, dass Fachrisadehs Tod "den wissenschaftlichen Fortschritt Irans nicht stört". Bei dem 59-jährigen Fachrisadeh handelte es sich um den Leiter der Forschungs- und Innovationsabteilung des iranischen Verteidigungsministeriums.

UN mahnt zur Zurückhaltung

Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu nannte den Wissenschaftler einst den Vater des iranischen Atomprogramms. Die USA verhängten 2008 Sanktionen gegen Fachrisadeh wegen "Aktivitäten und Transaktionen, die zur Entwicklung des iranischen Atomprogramms beigetragen haben".

UN-Generalsekretär António Guterres hat unterdessen Zurückhaltung angemahnt. Man habe Berichte über den Vorfall zur Kenntnis genommen, teilte UN-Sprecher Farhan Haq in New York mit. "Wir fordern Zurückhaltung und sehen es als notwendig an, dass Maßnahmen vermieden werden, die zu einer Eskalation der Spannungen in der Region führen könnten."

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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