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"Spiegel" sorgt mit Trump-Cover für Aufsehen in den USA

Henker von Lady Liberty  

"Spiegel" sorgt mit Trump-Cover für Aufsehen

05.02.2017, 08:10 Uhr | dpa , t-online.de

"Spiegel" sorgt mit Trump-Cover für Aufsehen in den USA. Auf dem aktuellen "Spiegel"-Titelbild hat Trump die Freiheitsstatue enthauptet. (Quelle: dpa)

Auf dem aktuellen "Spiegel"-Titelbild hat Trump die Freiheitsstatue enthauptet. (Quelle: dpa)

Der "Spiegel" zeigt auf seinem aktuellen Titelbild US-Präsident Donald Trump als Henker der Freiheitsstatue. Das sorgt auch in den USA für Aufsehen.

In der einen Hand hält der triumphierende Trump den abgetrennten blutenden Kopf von Lady Liberty, in der anderen Hand ein großes Messer. Das Cover sei "atemberaubend" (stunning), schreibt etwa die "Washington Post".

"Und ich dachte immer, die Deutschen sind für ihr sanftes Vorgehen bekannt", meinte Joe Scarborough, Moderator des TV-Senders NBC, auf Twitter. "Oh mein Gott", schrieb sein Kollege Bradd Jaffy. Auch die Zeitung "The Hill", die vor allem über die Arbeit des US-Kongresses berichtet, griff das Cover in einem Bericht auf. Das Online-Portal "Buzzfeed" schrieb zu den Reaktionen im Internet, die Menschen seien "ziemlich schockiert". (Quelle: dpa) (Quelle: dpa)

Gestaltet hat die Titelseite der aus Kuba stammende Künstler Edel Rodriguez, der 1980 als politischer Flüchtling in die USA kam. In der "Washington Post" sprach er mit Blick auf den von Trump verhängten Einreisestopp für Menschen aus sieben islamischen Ländern von einer "Enthauptung der Demokratie, Enthauptung eines heiligen Symbols".

Parallele zu IS-Enthauptungen?

Ähnlich äußerte sich "Spiegel"-Chefredakteur Klaus Brinkbäumer. "Auf unserem Titelbild enthauptet der amerikanische Präsident jenes Symbol, das seit 1886 Migranten und Flüchtlinge in den USA willkommen heißt, und damit Demokratie und Freiheit", teilte er der Deutschen Presse-Agentur mit. Zur Frage, inwiefern die Trump-Darstellung an die Enthauptungen durch die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) erinnern sollte, äußerte er sich nicht.

Der FDP-Europaparlamentarier Alexander Graf Lambsdorff bezeichnete die Illustration als "geschmacklos". Der Karikaturist Klaus Stuttmann nannte die Zeichnung "etwas übertrieben", aber völlig legitim. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht, wie die Medienseite Meedia.de herausgefunden hat: Im Dezember 2015 veröffentlichte die "New York Daily News" eine Zeichnung, auf der Trump den Kopf der Freiheitsstatue hochhält, den er mit einem Säbel abgeschlagen hat, während die Statue selbst am Boden liegt.

Zeichner sehen Angriff auf die Freiheit

Eine neuere Karikatur der gleichen Zeitung zeigt Trump, wie er die Fackel der Freiheitsstatue auspinkelt. Dieses Bild hat offenbar das US-Magazin "New Yorker" inspiriert. Es zeigt auf der Titelseite die Hand der Statue mit erloschener Fackel - nur noch Rauch steigt in den Nachthimmel auf.

Die 46 Meter hohe Kupferstatue trägt neben der mit der rechten Hand hochgereckten Fackel mit der linken eine Tafel mit dem Datum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Wenig bekannt, weil auf Fotos und in der persönlichen Perspektive von unten am Sockel aus schlecht zu sehen, ist, dass zu Füßen der Statue eine zerbrochene Kette liegt.

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