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Hillary Clinton gibt FBI und Putin Mitschuld an Wahlniederlage

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"Ich war auf der Siegerstraße"  

Clinton gibt FBI und Putin Schuld an Wahlniederlage

03.05.2017, 11:17 Uhr | AFP

Hillary Clinton gibt FBI und Putin Mitschuld an Wahlniederlage. "Wenn die Wahl am 27. Oktober stattgefunden hätte, dann wäre ich Ihre Präsidentin", so Clinton. (Quelle: AP/dpa)

"Wenn die Wahl am 27. Oktober stattgefunden hätte, dann wäre ich Ihre Präsidentin", so Clinton. (Quelle: AP/dpa)

Bei der US-Präsidentschaftswahl unterlag Hillary Clinton überraschend ihrem republikanischen Herausforderer Donald Trump. Ein halbes Jahr danach äußerte sich die frühere Außenministerin jetzt zu den Gründen.

"Ich war auf der Siegerstraße bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Kombination von Jim Comeys Brief vom 28. Oktober und das russische Wikileaks Zweifel in den Köpfen der Leute erzeugten, die dazu neigten, mich zu wählen, aber dann Angst bekamen", sagte Clinton bei einer Veranstaltung in New York.

"Wenn die Wahl am 27. Oktober stattgefunden hätte, dann wäre ich Ihre Präsidentin", sagte die gescheiterte Kandidatin der Demokratischen Partei. Über den russischen Präsidenten sagte sie, dieser sei nicht Mitglied ihres "Fan-Clubs". "Er hat mit Sicherheit in unsere Wahl eingegriffen, und es war klar, dass er mich beschädigt und meinem Widersacher geholfen hat."

Es war das erste Mal, dass sich Clinton in dieser Deutlichkeit zum für sie verheerenden Ausgang der Präsidentenwahl vom 8. November äußerte. Der als Außenseiter gestartete Immobilienmilliardär und Rechtspopulist Trump hatte die Kandidatin der Demokratischen Partei auf den letzten Metern überholt und die Wahl für sich entschieden.

Ermittlungen laufen

Die US-Geheimdienste sind überzeugt, dass Russland eingegriffen hat, um den demokratischen Prozess in den USA zu unterminieren, Clinton zu beschädigen und Trump zum Sieg zu verhelfen. Das FBI untersucht im Zusammenhang mit russischen Hackerangriffen und Veröffentlichungen der Enthüllungsplattform Wikileaks zu Clintons Wahlkampfteam auch mögliche Absprachen zwischen dem Trump-Team und der russischen Regierung.

FBI-Chef Comey hatte am 28. Oktober, anderthalb Wochen vor der Wahl, eine Wiederaufnahme der Untersuchungen zur sogenannten E-Mail-Affäre Clintons bekannt gegeben. Dabei ging es um die regelwidrige Nutzung privater Server durch die Ex-Außenministerin; begründet wurde der Schritt mit dem Auftauchen weiterer Mails. Nur zwei Tage vor der Wahl teilte Comey dann jedoch mit, auch in den neu entdeckten Mails seien keine Hinweise auf strafbare Handlungen gefunden worden.

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