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Donald Trump: Immer sind die Medien schuld

Kritik nach Charlottesville  

Trump erklärt Medien zu Amerika-Gegnern

23.08.2017, 09:25 Uhr | dru, AP, dpa

Donald Trump: Immer sind die Medien schuld. US Präsident Donald Trump spricht vor Anhängern in Phoenix (US-Staat Arizona). (Quelle: Reuters/Joshua Roberts)

US Präsident Donald Trump spricht vor Anhängern in Phoenix (US-Staat Arizona). (Quelle: Joshua Roberts/Reuters)

Nach den rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville hagelte es Kritik an Donald TrumpNun hat der US-Präsident einen Sündenbock ausgemacht, der ihm die Kritik eingebrockt haben soll: die Medien.

Die "sehr unehrlichen Medien" hätten seine Aussagen über die Zusammenstöße zwischen Rassisten und Gegendemonstranten falsch dargestellt, beschwerte sich Trump bei einer Kundgebung vor Anhängern in Phoenix im US-Staat Arizona am Dienstagsabend Ortszeit. Sie hätten seine Worte nicht komplett, sondern nur teilweise wiedergegeben, so Trump. Dabei deutete er direkt auf die anwesenden Kamerateams und Journalisten.

Er habe sehr wohl Rassismus und Neonazis in den USA verurteilt und habe sich dabei immer auch gegen rechte Gruppierungen wie den Ku Klux Klan ausgesprochen, betonte der US-Präsident und las noch einmal seine ursprüngliche Erklärung vor. Seine Rede sei perfekt gewesen. "Ihr wisst, wo mein Herz ist", sagte er vor seinen Anhängern. "Ich tue dies nur, um euch zu zeigen, wie verdammt unehrlich diese Leute sind."

"Reporter mögen unser Land nicht"

Trump war für seine Reaktion auf Charlottesville scharf kritisiert worden. Er hatte die Gewalt, bei der eine Frau von einem mutmaßlichen Rechtsextremen mit einem Auto getötet worden war, "vielen Seiten" zugesprochen. Er nannte Neonazis und Rassisten erst Tage später beim Namen, was er danach aber wieder relativierte. Demokraten wie auch viele Republikaner distanzierten sich daraufhin von ihm. Mehrere Chefs großer US-Unternehmen traten aus Beratergremien im Weißen Haus zurück.

Was in Charlottesville passiert sei, habe die USA im Kern getroffen, betonte Trump in Phoenix. Die gesamte Zuschauerschaft im Phoenix Convention Center stehe gemeinsam für eine starke Verurteilung von Hass und Gewalt. "Die einzigen, die Hassgruppen eine Plattform bieten, sind die Medien und die Fake News Medien", so der Präsident. "Die Reporter mögen unser Land nicht."

Tränengas gegen Demonstranten

Vor der Halle protestierten einige tausend Menschen überwiegend friedlich. Vereinzelt kam es zu kleineren Zusammenstößen zwischen Gegnern und Unterstützern des US-Präsidenten, die sich Wortgefechte lieferten. Kurzzeitig wurde Trumps Rede in der Halle von Zwischenrufen von Demonstranten unterbrochen. Nach der Rede setzte die Polizei Pfefferspray und Tränengas gegen Demonstranten ein, nachdem einige von ihnen offenbar Steine und Flaschen auf Sicherheitskräfte geworfen hatten. Drei Personen wurden festgenommen.

In seiner Rede versprach Trump ferner, eine Grenzmauer zu Mexiko zu bauen. Der US-Staat Arizona verfügt über eine direkte Grenze zu dem Nachbarland. Trumps Aussagen wurden in der Veranstaltungshalle mit "Baut die Mauer"-Rufen unterstützt. Der US-Präsident drohte, einen sogenannten Shutdown der Regierung zu riskieren, sollte der Senat nicht die Finanzierung des versprochenen Grenzwerks durchwinken.

Den entsprechenden Geldern war bereits vom US-Abgeordnetenhaus zugestimmt worden, allerdings in einem Maßnahmenpaket mit anderen populären Finanzierungsplänen wie beispielsweise mehr Geld für Veteranen. Trump warf den Demokraten vor, die Sicherheit des Land aufs Spiel zu setzen, wenn sie der Vorlage nicht zustimmten.

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