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Obama rechnet mit Donald Trump ab: "Rassismus, Homophobie und Sexismus"

"Rassismus, Sexismus und Homophobie"  

Obama rechnet mit Trump ab

05.11.2018, 09:23 Uhr | dpa, pdi

Obama wirft Trump Politik des Zorns und der Angstmache vor (Quelle: Screenshot Reuters)
Ex-Präsident erhebt Vorwürfe gegen Trump

Der frühere US-Präsident Barack Obama hat seinem Amtsnachfolger Donald Trump vor den Kongresswahlen eine Politik der Angstmache vorgeworfen. (Quelle: Reuters)

Barack Obama: Der ehemalige US-Präsident erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trump. (Quelle: Reuters)


Bewaffnete Soldaten an der Grenze: US-Präsident Donald Trump zieht vor den Kongresswahlen alle Register und dämonisiert im Wahlkampf Migranten. Barack Obama wirft ihm Panikmache vor.

Im Endspurt vor den Kongresswahlen hat der frühere US-Präsident Barack Obama seinem Nachfolger vorgeworfen, Ängste gegen Einwanderer zu schüren. Donald Trump nutze die Entsendung tausender Soldaten an die Grenze zu Mexiko als "politisches Manöver", sagte Obama am Freitag bei einem Wahlkampfauftritt in Miami. Die Regierung schüre "ständig Hass", um von der Bilanz ihrer Politik abzulenken. Trump setzte seinen Wahlkampf mit Warnungen vor Migranten fort.

Obama wirft Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung vor, Ängste vor Migranten zu schüren.  (Quelle: Reuters)Obama wirft Trump auf einer Wahlkampfveranstaltung vor, Ängste vor Migranten zu schüren. (Quelle: Reuters)

Obama sagte bei einer Wahlkampfveranstaltung der Demokratischen Partei im Bundesstaat Florida, Trumps angekündigte Entsendung der Soldaten an die mexikanische Grenze sei ein "politisches Manöver", um die Bürger "wütend" auf die Migranten zu machen. Der Präsident trenne dafür "sogar unsere mutigen Soldaten von ihren Familien", sagte Obama. "Es wird einfach permanent Angst geschürt, um von der Bilanz abzulenken."

"Aus der politischen Dunkelheit"

Obama rief zur Stimmabgabe bei den Kongresswahlen am Dienstag auf. Eine Wahl alleine werde "Rassismus, Sexismus und Homophobie nicht beseitigen", sagte der demokratische Politiker. "Aber es wird ein Anfang sein." Er sehe "aus dieser politischen Dunkelheit heraus ein großes Erwachen der Bürgerschaft überall im Land", fügte Obama hinzu.

Trump macht mit den Migranten massiv Wahlkampf für die Kongresswahlen am kommenden Dienstag. Er bedient sich dabei einer aufwieglerischen Rhetorik und überzeichnet die Lage stark. Der US-Präsident spricht von einer "Invasion" und einer Gefahr für die nationale Sicherheit der USA. Trump ruderte zu seiner Andeutung zurück, die Soldaten könnten das Feuer auf die Einwanderer eröffnen, sollten diese mit Steinen schmeißen. "Sie werden nicht schießen müssen. Was ich nicht will, ist, dass diese Leute Steine schmeißen", sagte der US-Präsident auf Fragen von Journalisten. "Wir werden diese Leute schnell und für lange Zeit festnehmen", fügte er hinzu.

Trump hatte am Donnerstag gesagt, sollten die Migranten gewalttätig werden und Steine schmeißen, würden die Soldaten "zurückschlagen". Er habe dem Militär gesagt, dass sie Steinwürfe so behandeln sollten, als würden die Migranten Waffen tragen. Trump hat das Pentagon wegen der Migranten angewiesen, Soldaten an die Grenze zu schicken. Sie sollen den Grenzschutz bei logistischen Aufgaben unterstützen. Migranten festnehmen dürfen sie nicht. Die Soldaten sind bewaffnet.

Tausende Migranten aus Mittelamerika

Trotz der Drohungen Trumps sind derzeit Tausende Menschen aus Mittelamerika in mehreren Gruppen auf dem Weg durch Mexiko in Richtung der US-Grenze. Die größte der sogenannten Migranten-Karawanen, die nach Angaben des mexikanischen Innenministeriums aus 5600 Menschen besteht, erreichte am Freitag die Stadt Ayayucan im Bundesstaat Veracruz. Von der Grenze der USA ist das noch etwa 1300 Kilometer entfernt. Wegen schlechten Wetters mussten die Menschen Zuflucht in einem alten Markt-Gebäude suchen, um dort zu übernachten. Die Gruppe war vor rund zwei Wochen in Honduras aufgebrochen. Nach und nach schlossen sich Menschen aus Guatemala und El Salvador dem Zug an.


Zwei weitere Gruppen befanden sich noch weiter im Süden Mexikos. Eine Gruppe von bis zu 2000 Migranten erreichte den Ort Mapastepec in Chiapas. Weitere rund 1500 Menschen aus El Salvador formierten sich in der Nähe der Stadt Ciudad Hidalgo an der Grenze zu Guatemala. Die Menschen aus Mittelamerika fliehen vor der schlechten wirtschaftlichen Lage ihrer Heimatländer und der ausufernden Gewalt.

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP

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