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USA: Kind aus Guatemala stirbt in US-Gewahrsam

Fieberschübe kurz vor Tod  

Kind aus Guatemala stirbt in US-Gewahrsam

25.12.2018, 22:00 Uhr

USA: Kind aus Guatemala stirbt in US-Gewahrsam. Angehörige tragen Sarg eines sieben Jahre alten Mädchens, das Anfang Dezember gestorben war. Die Grenzbehörde sah die Schuld damals nicht bei sich.  (Quelle: Reuters/Carlos Barria)

Angehörige tragen Sarg eines sieben Jahre alten Mädchens, das Anfang Dezember gestorben war. Die Grenzbehörde sah die Schuld damals nicht bei sich. (Quelle: Carlos Barria/Reuters)

Ein acht Jahre altes Kind aus Guatemala ist nach seiner Festnahme durch US-Grenzbehörden gestorben. Es ist schon der zweite Todesfall binnen eines Monats.

Zum zweiten Mal in diesem Monat ist ein Kind aus Guatemala im Gewahrsam der US-Grenzschutzbehörde gestorben. Ein achtjähriger Junge starb am Dienstag in einem Krankenhaus, in das er am Vortag eingeliefert worden war, wie die Behörde mitteilte. Demnach war der Junge in einer Haftanstalt für Migranten im Bundesstaat New Mexico untergebracht gewesen.

In einer Mitteilung, die der Nachrichtenagentur AFP vorliegt, erklärte die Behörde, der Junge sei gemeinsam mit seinem Vater unverzüglich zu einem Krankenhaus gebracht worden, nachdem er mögliche Krankheits-Anzeichen gezeigt habe. Die Mediziner hätten zunächst eine "einfache Erkältung" diagnostiziert, doch später habe der Junge einen Fieberschub bekommen. Nachdem er anderthalb Stunden zur Beobachtung im Krankenhaus behalten wurde, sei er entlassen worden. Er habe Medikamente verschrieben bekommen.

Mädchen stirbt an Dehydrierung

Am Abend des 24. Dezember habe der Junge jedoch unter Übelkeit gelitten und erbrochen. Er sei erneut ins Krankenhaus gebracht worden. Dort sei er kurz nach Mitternacht gestorben. Die offizielle Todesursache sei noch nicht bekannt, erklärte die Behörde. Es werde eine unabhängige Untersuchung geben. Erst am 8. Dezember war ein siebenjähriges Mädchen aus Guatemala im Gewahrsam der Grenzschutzbehörde gestorben. Medienberichten zufolge litt sie unter Dehydrierung und einem Schock.

Die demokratische Abgeordnete im Repräsentantenhaus, Nydia Velazquez, forderte eine umfassende Aufklärung des jüngsten Todesfalles. Die New Yorkerin forderte zudem "ein Ende der hasserfüllten, gefährlichen und einwandererfeindlichen Politik" der US-Regierung.


Der verschärfte Kampf gegen Einwanderer aus Lateinamerika ist einer der Schwerpunkte der Politik von US-Präsident Donald Trump. Die Praxis des US-Grenzschutzes, Kinder von an der Grenze aufgegriffenen Einwanderern von ihren Eltern zu trennen, hatte im Juni einen Aufschrei der Empörung ausgelöst. Trump ließ dieses Vorgehen daraufhin beenden. An seiner Forderung, eine Mauer an der Grenze zu Mexiko zu errichten, hält er vehement fest.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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