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Trump-Anhänger diffamieren Nancy Pelosi mit manipuliertem Video

US-Oppositionsführerin  

Trump-Anhänger diffamieren Pelosi mit manipuliertem Video

24.05.2019, 13:26 Uhr | AFP

Trump-Anhänger diffamieren Nancy Pelosi mit manipuliertem Video. US-Oppositionsführerin Nancy Pelosi: Auf Facebook wurde das manipulierte Video schon mehr als zwei Millionen mal angeschaut. (Quelle: AP/dpa/J. Scott Applewhite)

US-Oppositionsführerin Nancy Pelosi: Auf Facebook wurde das manipulierte Video schon mehr als zwei Millionen mal angeschaut. (Quelle: J. Scott Applewhite/AP/dpa)

Der Streit zwischen US-Präsident Trump und Oppositionsführerin Nancy Pelosi eskaliert weiter. Jetzt kursiert ein manipuliertes Video, in dem die Demokratin betrunken und vernebelt wirkt.

Ein manipuliertes Video mit US-Oppositionsführerin Nancy Pelosi löst unter Trump-Anhängern im Internet vulgären Spott und Häme aus. Das Video, dessen Abspielgeschwindigkeit nach um etwa 75 Prozent verringert wurde, zeigt Pelosi offenbar bei einer Rede am Dienstag, in der sie US-Präsident Donald Trump kritisiert. Der Effekt der Verlangsamung ist, dass die Demokratin wirkt, als wäre sie betrunken und würde lallen oder stünde unter Medikamenteneinfluss.

Eine Version des manipulierten Videos wurde von der Konservativen Website WatchDog auf Facebook veröffentlicht. Bei dem Netzwerk wurde es rund 2,3 Millionen Mal geklickt; auch auf den Plattformen YouTube und Twitter fand es rege Verbreitung.

Nutzer beschimpfen Pelosi

In den Kommentaren auf Facebook wurde Pelosi daraufhin als "betrunken" und "lallende Masse" beschimpft, andere Nutzer mutmaßten, sie habe einen Schlaganfall erlitten. WatchDog führte das Video mit dem Vorspann ein, es sei "sehr, sehr, sehr befremdlich". Auch Trumps Anwalt Rudy Giuliani teilte das Video bei Twitter, löschte den Tweet später jedoch wieder.

Trump und Pelosi hatten sich zuletzt besonders heftige Wortgefechte geliefert. Der US-Präsident hatte am Mittwoch ein Treffen mit den parlamentarischen Anführern der Demokraten platzen lassen, in dem es um die Modernisierung der Infrastruktur gehen sollte – was er mit den Nachforschungen des Repräsentantenhauses zur Russland-Affäre begründete. Trump sagte, dass er nicht mit der Opposition zusammenarbeiten wolle, solange diese "künstlichen Untersuchungen" andauerten.


Besonders empört zeigte sich Trump über eine Äußerung Pelosis kurz vor dem Treffen – sie hatte ihm vorgeworfen, die Hintergründe der Russland-Affäre zu vertuschen. Dabei geht es um mutmaßliche strafbare Kontakte des Trump-Wahlkampfteams nach Russland. Pelosi legte nach dem Treffen mit Trump weiter nach. Trump wiederum attackierte seine Widersacherin als "verrückte Nancy".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur AFP

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