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Kavanaugh-Recherchen: Donald Trump greift die "New York Times" an

Neue Kavanaugh-Recherchen  

Trump greift Journalisten der "New York Times" an

17.09.2019, 08:46 Uhr | AFP

 (Quelle: t-online.de - Reuters)
Trump greift Journalisten der "New York Times" an

Auch nach seiner Ernennung zum Supreme-Court-Richter kehrt keine Ruhe ein: Die "New York Times" hat neue Details zu Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Brett Kavanaugh veröffentlicht. Donald Trump reagiert erbost. (Quelle: t-online.de)

Wegen Recherchen gegen US-Richter: Hier greift Trump die Journalisten der "New York Times" an. (Quelle: t-online.de)


Auch nach seiner Ernennung zum Supreme-Court-Richter kehrt keine Ruhe ein: Die "New York Times" hat neue Details zu Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen Brett Kavanaugh veröffentlicht. Donald Trump reagiert erbost.

US-Präsident Donald Trump hat die "New York Times" wegen ihrer jüngsten Berichterstattung zu Vorwürfen sexueller Übergriffe gegen den Verfassungsrichter Brett Kavanaugh erneut hart attackiert. "Kann man glauben, was diese fürchterlichen Leute tun und sagen", schrieb Trump am Montag bei Twitter über das Blatt. Er schlug vor, dass die Zeitung "verklagt" werden sollte.

Schon am Sonntag hatte Trump erbost auf die Berichterstattung der "New York Times" über den von ihm im vergangenen Jahr nominierten Kavanaugh reagiert und dem Richter empfohlen, juristisch gegen das Blatt vorzugehen.

Der Präsident legte nun nach, weil die Zeitung ihren Bericht inzwischen in einem wichtigen Punkt ergänzte. Sie stellte klar, dass sie mit einem angeblichen Kavanaugh-Opfer, über welches sie berichtet hatte, nicht selber gesprochen hätte. Zudem hätten Freunde der Frau gesagt, dass diese sich nicht an den angeblichen Übergriff erinnern könnte.

Trump: "Lügen und Falschnachrichten"

Der angeblich von Kavanaugh begangene Übergriff vor Jahrzehnten während einer Studentenparty war der Zeitung von einem Ex-Kommilitonen des heutigen Verfassungsrichters geschildert worden.

Trump twitterte dazu, diese Berichterstattung solle Kavanaugh "zerstören" und "seine Meinungen beeinflussen". Der Richter am Supreme Court werde mit "Lügen und Falschnachrichten" angegriffen. Einmal mehr bezichtigte der Präsident "die Medien", mit den Demokraten unter einer Decke zu stecken.

Demokraten fordern eine Untersuchung

Vertreter der Oppositionspartei hatten nach dem jüngsten Artikel der "New York Times" neue Untersuchungen zu den Übergriffsvorwürfen gegen Kavanaugh gefordert. Die Präsidentschaftsbewerber Julian Castro und Kamala Harris verlangten sogar ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Richter.

Der Artikel der "New York Times" vom Wochenende drehte sich unter anderem um den Vorwurf, Kavanaugh habe sich vor Jahrzehnten während einer Erstsemester-Party entblößt, dann hätten andere Studenten seine Genitalien in die Hand einer Studentin gedrückt.

Laut "New York Times" hatte der mit dieser Schilderung zitierte Ex-Kommilitone den Vorwurf bereits während des Verfahrens zur Nominierung von Kavanaugh für das Oberste Gericht der USA gegenüber dem FBI vorgebracht. Die Bundespolizei sei dieser Anschuldigung jedoch nicht nachgegangen.




Gegen Kavanaugh waren im vergangenen Jahr während seines Nominierungsverfahrens eine Reihe gravierender Übergriffs- und Missbrauchsvorwürfe laut geworden. Der ohnehin wegen seiner erzkonservativen Ansichten hochumstrittene Richter erhielt deshalb erst nach einem äußerst erbitterten Streit zwischen Demokraten und Republikanern das erforderliche grüne Licht des US-Senats für seine Beförderung an den Supreme Court.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp

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