Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

US-Geheimdienstdirektor zur Ukraine-Affäre: "Alles in dieser Angelegenheit ist beispiellos"

US-Geheimdienstdirektor zur Ukraine-Affäre  

"Alles in dieser Angelegenheit ist beispiellos"

26.09.2019, 18:09 Uhr | cwe, rtr , ds

US-Geheimdienstdirektor zur Ukraine-Affäre: "Alles in dieser Angelegenheit ist beispiellos". Geheimdienstdirektor Joseph Maguire: Im US-Parlament muss er sich zu Vorwürfen der Vertuschung äußern. (Quelle: AP/dpa/Andrew Harnik)

Geheimdienstdirektor Joseph Maguire: Im US-Parlament muss er sich zu Vorwürfen der Vertuschung äußern. (Quelle: Andrew Harnik/AP/dpa)

Wollten Donald Trump und sein Stab die Vorwürfe eines Whistleblowers vertuschen? In einem Ausschuss des Repräsentantenhauses muss Geheimdienstchef Joseph Maguire dazu Rede und Antwort stehen.

Vorwürfe eines Whistleblowers, US-Präsident Donald Trump habe bei der Ausübung seines Amtes gegen Gesetze verstoßen, beschäftigen die US-Politik seit Wochen. Der Bericht des Hinweisgebers dreht sich unter anderem um ein Telefonat vom 25. Juli zwischen Trump und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. 

Über die Veröffentlichung des Berichts war in Washington wochenlang heftig gestritten worden. Der amtierende US-Geheimdienstchef Joseph Maguire hatte sich geweigert, den Bericht dem Kongress zukommen zu lassen. Am Donnerstag wurde er vom Geheimdienstausschuss des Repräsentantenhauses deshalb angehört.

Maguire: Trump musste Freigabe autorisieren

Vor dem Ausschuss verteidigte Maguire die Entscheidung, dass er die Beschwerde nicht umgehend den Geheimdienstausschüssen vorgelegt hatte. Sie berühre "komplizierte und sensible Angelegenheiten" und habe erst freigegeben werden können, nachdem Trump die Veröffentlichung des Gesprächsprotokolls autorisiert hatte, sagte Maguire.

Auch über die Glaubwürdigkeit des Whistleblowers sprach Maquire: "Ich denke, dass der Whistleblower das Richtige getan hat." Er sei überzeugt, dass der Informant "durchweg in gutem Glauben" gehandelt und stets die Gesetze befolgt habe. "Ich glaube, dass alles in dieser Angelegenheit beispiellos ist", sagte Maguire.

Informant: Regierungsbeamte wollten Gespräch unter Verschluss halten

In dem Bericht gibt der Informant an, mehrere US-Regierungsvertreter hätten gesagt, das Weiße Haus habe eingegriffen, um alle Aufzeichnungen zu dem Telefonat zwischen Trump und Selenskyj unter Verschluss zu halten. Dies zeige, dass sie den Ernst der Lage verstanden hätten.

 
Trump hat die Vorwürfe zurückgewiesen. Er spricht von einer Hexenjagd. Eine Präsidialamtssprecherin sagte, mit der Veröffentlichung des Whistleblower-Berichts habe sich "nichts geändert".

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOhappy-size.detchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal