Sie sind hier: Home > Politik > Ausland > USA >

Donald Trump: Coronavirus soll ein Scherz der Demokraten sein

Nach weltweiter Ausbreitung  

Trump: Coronavirus ist ein "Scherz" der Demokraten

29.02.2020, 16:19 Uhr | sms, dpa

Trump-Vorwurf an Demokraten: Coronavirus für politische Zwecke missbraucht

US-Präsident Donald Trump hat den Demokraten vorgeworfen, das Coronavirus als politische Waffe zu nutzen. Gleichzeitig lobte er die Arbeit seiner Regierung im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus. (Quelle: t-online.de)

Donald Trump: Der US-Präsident wirft den Demokraten vor, das Coronavirus für politische Zwecke zu missbrauchen und verteilte viel Lob an die eigene Regierung. (Quelle: t-online.de)


US-Präsident Donald Trump spielt die Risiken des neuartigen Virus herunter – und glaubt an eine "liberale Verschwörung". Zeitgleich sagt die Regierung ein großes politisches Gipfeltreffen ab. 

US-Präsident Donald Trump hat am Freitagabend versucht, den weltweiten Ausbruch des Coronavirus als Verschwörung der Demokraten darzustellen. Über den Auftritt des Präsidenten bei einer Wahlkampfveranstaltung im US-Bundesstaat South Carolina berichtete unter anderem das Magazin "Politico". Trump fasste das Virus mit der Amtsenthebung und der Mueller-Untersuchung als Maßnahmen zur Untergrabung seiner ersten Amtszeit zusammen. Einige seiner Aussagen sehen Sie in unserem Video.

Trump kritisiert die Presse im Umgang mit Coronavirus

Der US-Präsident beschuldigte die Presse, hysterisch über das Coronavirus berichtet zu haben und spielte die Gefahren der Krankheit herunter. "Die Demokraten politisieren das Coronavirus. Sie politisieren es", sagte Trump. "Sie haben keine Ahnung. Sie können nicht einmal ihre Stimmen in Iowa zählen." Das Coronavirus sei ein weiterer "Scherz" der Demokraten.

Trump versuchte schließlich, die Liberalen für eine potenzielle Krise der öffentlichen Gesundheit verantwortlich zu machen. Er versicherte aber auch, dass das Weiße Haus im Kampf gegen das Coronavirus "hervorragend organisiert" sei. 

Coronakrise erreicht auch die USA

Tatsächlich jedoch brach der US-amerikanische Aktienmarkt infolge des Coronavirus so stark ein, wie seit der globalen Finanzkrise 2008 nicht mehr. In den USA gibt es bisher vier Coronavirus-Fälle mit ungeklärter Infektionskette

Wegen der Ausbreitung des Coronavirus hat die US-Regierung zudem das Gipfeltreffen mit den Staaten des Verbands Südostasiatischer Nationen (Asean) in Las Vegas abgesagt. Der Asean-Gipfel sollte am 14. März stattfinden. 

Trump wurde am Freitag von einem Reporter gefragt, ob er wegen des Virus Reisebeschränkungen auf weitere Staaten wie beispielsweise Italien ausdehnen wolle. Der Präsident antwortete, das werde im Fall von einigen Ländern mit einer hohen Zahl von Infektionen geprüft. "Und wir werden diese Entscheidung bald fällen." Derzeit dürfen Ausländer, die in den vergangenen 14 Tagen in China waren, nicht in die USA einreisen. US-Staatsbürger, die in der besonders schwer betroffenen Provinz Hubei waren, müssen 14 Tage in Quarantäne.

Demokraten und Medien als Schuldige

Trump hingegen bezeichnete das Coronavirus schließlich als das neueste Problem im Hinblick auf die Grenzsicherheit.

"Ob es sich um das Virus handelt oder um viele andere Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit, die demokratische Politik der offenen Grenzen ist eine direkte Bedrohung für die Gesundheit und das Wohlbefinden aller Amerikaner", sagte Trump. Das Coronavirus sei "nicht das einzige, was über die Grenze hereinkommt".  

Trump und seine Beamten hatten sich bisher dagegen gewehrt, zu große Besorgnis über das Virus und seine Auswirkungen auf die Wirtschaft zuzulassen. Mehrfach hatte Trump Demokraten und Medien für die zunehmenden Bedenken in der Bevölkerung verantwortlich gemacht. Der amtierende Stabschef Mick Mulvaney nannte die anhaltende Berichterstattung über das Coronavirus einen Versuch der Medien, den Präsidenten politisch zu schädigen.

Verwendete Quellen:

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal