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Trotz Spannungen: Trump lobt Beziehungen zwischen USA und Mexiko

"Herausragendes Verhältnis"  

Trump lobt Beziehungen zwischen USA und Mexiko

09.07.2020, 05:44 Uhr | dpa

Trotz Spannungen: Trump lobt Beziehungen zwischen USA und Mexiko. Mexikanischer Präsident Obrador besucht Weißes Haus: Die zwei Präsidenten feierten ihr gemeinsames Handelsabkommen. (Quelle: Patrick Semansky/AP/dpa )

Mexikanischer Präsident Obrador besucht Weißes Haus: Die zwei Präsidenten feierten ihr gemeinsames Handelsabkommen. (Quelle: Patrick Semansky/AP/dpa )

Im Wahlkampf hatte der US-Präsident die Mexikaner noch als Kriminelle verunglimpft. Beim Treffen mit Mexikos Staatschef zeigt Trump sich handzahm. Denn: Die beiden Länder sind wirtschaftlich eng miteinander verwoben.

US-Präsident Trump hat das neue nordamerikanische Freihandelsabkommens USMCA beim Besuch des mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador als wichtigen Meilenstein gefeiert. "Heute feiern wir den historischen Sieg, den wir vor einigen Tagen errungen haben", sagte Trump am Mittwoch neben seinem mexikanischen Amtskollegen im Rosengarten des Weißen Hauses. Der Nafta-Nachfolgevertrag der Vereinigten Staaten mit Mexiko und Kanada werde Wohlstand bringen.  "Wir haben ein herausragendes Verhältnis", sagte Trump. "Die Beziehungen zwischen den USA und Mexiko waren nie enger als jetzt."

López Obrador würdigte ebenfalls die "sehr guten politischen Beziehungen". Trump habe Mexiko nicht wie eine "Kolonie" behandelt. "Sie haben uns wie das behandelt, was wir sind: ein würdiges, freies, demokratisches und souveränes Land." Der mexikanische Linkspolitiker ist seit seinem Amtsantritt vor eineinhalb Jahren bemüht, den Präsidenten des großen Nachbarstaates nicht zu verärgern.

Trump hält an Bau der Grenzmauer fest

Trump hatte im Wahlkampf wiederholt Stimmung gegen Mexikaner gemacht und sie als Kriminelle und Vergewaltiger verunglimpft. Eines seiner zentralen Wahlkampfversprechen war der Bau einer Grenzmauer zu Mexiko, für die das Nachbarland zahlen würde. Den Bau der Mauer treibt der Rechtspopulist seit seinem Amtsantritt voran – allerdings ist von einer mexikanischen Finanzierung keine Rede mehr.

Die beiden Länder sind wirtschaftlich eng miteinander verwoben. Neben López Obrador, der zu seiner ersten Auslandsreise als Präsident mit dem Linienflugzeug nach Washington gereist war, hatte Trump auch Kanadas Premierminister Justin Trudeau eingeladen, der aber nicht teilnahm. Vor der Absage hatte Trudeau Bedenken wegen eines amerikanischen Vorstoßes zu Zöllen auf Aluminium und Stahl und bezüglich des Coronavirus geäußert. Trump nannte Trudeau am Mittwoch nicht beim Namen, sagte aber, man werde eine separate Feier zum neuen Handelsbündnis mit Kanada abhalten.

USMCA löste Anfang Juli den 1994 abgeschlossenen nordamerikanischen Freihandelspakt Nafta ab. Das Abkommen betrifft fast 500 Millionen Menschen und deckt ein Gebiet mit einer Gesamtwirtschaftsleistung von rund 23 Billionen Dollar (20,8 Billionen Euro) ab. Die Partnerländer tauschten 2018 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 1,4 Billionen Dollar aus.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur afp und dpa

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