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Donald Trump bricht Pressekonferenz ab: Secret Service führt ihn vom Podium ab

"Ungewöhnlicher" Vorfall  

Schüsse vor Weißem Haus – Trump bricht Auftritt ab

11.08.2020, 16:55 Uhr | dpa, rtr, aj

Nach Schüssen: Trump bricht Pressekonferenz ab

Auf eine Person sei dabei von Sicherheitskräften geschossen worden, sagte Trump am Montag zu Journalisten. Der Mann sei in ein Krankenhaus gebracht worden. (Quelle: Reuters)

Washington: Wegen einer Schießerei vor dem Weißen Haus musste US-Präsident Trump plötzlich eine Pressekonferenz abbrechen. (Quelle: Reuters)


Schockmoment bei einer Trump-Pressekonferenz: Vor laufenden Kameras wurde der US-Präsident in Sicherheit gebracht – draußen vor dem Weißen Haus waren Schüsse gefallen.

Wegen Schüssen vor dem Weißen Haus in Washington hat US-Präsident Donald Trump eine Pressekonferenz in seinem Amtssitz für wenige Minuten verlassen. Recht schnell wurde bekannt, dass die Schüsse von einem Sicherheitsbeamten abgegeben wurden. Der Secret Service teilte dann in der Nacht zum Dienstag mit, ein 51-jähriger Mann habe behauptet, eine Waffe zu haben, sei danach auf den Beamten zugerannt und habe mit einem Gegenstand in der Hand eine beim Schießen übliche Position eingenommen.

Die Stellungnahme ließ offen, ob der Mann tatsächlich eine Waffe hatte. Ein Reporter des Senders CNN berichtete kurz zuvor unter Berufung auf Ermittler-Kreise, dass er unbewaffnet gewesen sei. Der am Oberkörper von den Kugeln getroffene Mann und der Sicherheitsbeamte wurden in Krankenhäuser gebracht. Der Mann sei nicht in den Komplex rund um das Weiße Haus eingedrungen und keine der geschützten Personen seien in Gefahr gewesen, betonte der Secret Service.

Ungewöhnliche Szene bei Trumps Pressekonferenz

Der Präsident war bei der Pressekonferenz am Montag nach nur wenigen Minuten aus dem Raum geführt worden, nachdem ein Mitarbeiter an ihn herangetreten war und ihn Trump zufolge ins Ohr geflüstert hatte, dass er mitkommen solle. Der US-Präsident gab einen Laut der Verwunderung von sich, schaute noch einmal in den Presseraum und ging dann ruhig aus dem Zimmer.

Trump: "Die Welt ist immer schon ein gefährlicher Ort gewesen"

Trump führte die Begegnung mit Journalisten kurze Zeit später fort. "Sie waren überrascht, ich war überrascht, und ich denke auch, dass das ziemlich ungewöhnlich war", sagte Trump weiter. Journalisten wollten wissen, ob er in den Bunker unter dem Weißen Haus gebracht wurde. Trump sagte, Sicherheitsleute hätten ihn lediglich zurück in sein Büro ins Oval Office gebracht, bis die Lage nach knapp zehn Minuten bereinigt gewesen sei.

"Die Welt ist immer schon ein gefährlicher Ort gewesen", sagte Trump. Er lobte den Secret Service ums Weiße Haus, seine Arbeit sei fantastisch. Er fühle sich sehr sicher und habe keine Sekunde daran gedacht, nicht wieder in den Presseraum zu kommen. "Sehe ich aufgewühlt aus?", fragte er rhetorisch nach einer entsprechenden Frage eines Medienvertreters. Ansonsten sei niemand verletzt worden. Ein vollständiger Bericht zu dem Vorkommnis werde folgen, versprach der US-Präsident.

Auch noch gut eine Stunden nach dem Vorfall war das Weiße Haus Berichten zufolge weiträumig abgeriegelt. Dutzende Wagen versperrten die Zugangswege zum Amtssitz des US-Präsidenten. Auch auf dem Dach des Hauses bezogen Uniformierte Stellung. TV-Bilder von der Nordost-Ecke des Weißen Hauses zeigten ebenfalls viele Polizisten und Einsatzkräfte.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen dpa und Reuters

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