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Erneut Schwarzer bei Polizeieinsatz in USA getötet – offenbar verwechselt

Verwechslung  

Erneut Schwarzer bei Polizeieinsatz in USA getötet

09.12.2020, 11:11 Uhr | dpa

Erneut Schwarzer bei Polizeieinsatz in USA getötet – offenbar verwechselt. Proteste nach dem Tod von George Floyd: Auch in Ohio sind Menschen im Zuge der "Black Lives Matter"- Bewegung auf die Straßen gegangen. (Archivbild) (Quelle: Reuters/BryanBattleJr)

Proteste nach dem Tod von George Floyd: Auch in Ohio sind Menschen im Zuge der "Black Lives Matter"- Bewegung auf die Straßen gegangen. (Archivbild) (Quelle: BryanBattleJr/Reuters)

Ein Afroamerikaner ist im US-Bundesstaat Ohio bei einem Polizeieinsatz getötet worden. Der 23-Jährige wurde offenbar verwechselt und erschossen. Für die Tat gibt es Zeugen.

In den USA ist erneut ein Afroamerikaner bei einem umstrittenen Polizeieinsatz getötet worden. Das US-Justizministerium teilte am Dienstag mit, die Bundespolizei FBI werde die örtliche Polizei in Columbus im Bundesstaat Ohio bei den Ermittlungen unterstützen. Die Polizei in Columbus hatte zuvor mitgeteilt, ein Polizist habe am vergangenen Freitag bei der Fahndung nach Verdächtigen einen 23-jährigen Afroamerikaner namens Casey Goodson erschossen. Goodson sei aber nicht die gesuchte Person gewesen.

Vorwürfe gegen Sicherheitskräfte erhoben

Die Anwälte der Familie des Verstorbenen erhoben schwere Vorwürfe gegen die Sicherheitskräfte. Die Anwälte teilten mit, Casey Goodson sei von dem Polizisten erschossen worden, als er gerade seine eigene Haustür aufgeschlossen habe. Goodson sei von einem Zahnarzttermin zurückgekehrt und habe Sandwiches für sich und seine Familie bei sich gehabt. Er habe zwar eine Waffe getragen, dafür aber eine Lizenz gehabt. Goodson sei weder vorbestraft gewesen, noch sei gegen ihn ermittelt worden. Seine 72-jährige Großmutter und zwei Kleinkinder seien Zeugen des Vorfalls geworden.

In den USA ist es in diesem Jahr immer wieder zu heftigen Protesten wegen Polizeigewalt gegen Schwarze gekommen. Bekanntestes Opfer war der Afroamerikaner George Floyd, der Ende Mai bei einem brutalen Polizeieinsatz in Minneapolis im US-Bundesstaat Minnesota getötet worden war. Unter dem Motto "Black Lives Matter" kam es danach in den USA monatelang zu Massendemonstrationen gegen Polizeigewalt und Rassismus, die teils von Ausschreitungen überschattet wurden.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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