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USA: Migranten-"Karawane" aus Honduras auf der Flucht in die USA

Über die mexikanische Grenze  

Hunderte Menschen aus Honduras auf der Flucht in die USA

15.01.2021, 09:42 Uhr | AFP, dpa, MaM

USA: Migranten-"Karawane" aus Honduras auf der Flucht in die USA. Migranten aus Honduras: Über Mexiko wollen sie in die USA einreisen. (Quelle: AP/dpa/Delmer Martinez)

Migranten aus Honduras: Über Mexiko wollen sie in die USA einreisen. (Quelle: Delmer Martinez/AP/dpa)

Die Hoffnungen in den angehenden US-Präsidenten Joe Biden sind groß – nicht nur in den USA. Mit dem Präsidentschaftswechsel begeben sich hunderte Menschen aus Honduras auf die Flucht in Richtung der Vereinigten Staaten.

In Honduras haben sich erneut hunderte Migranten auf einen Marsch in Richtung USA begeben. Eine Gruppe von rund 300 Menschen brach am Donnerstag in der zweitgrößten honduranischen Stadt San Pedro Sula auf, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Ihr erstes Etappenziel ist die rund 100 Kilometer entfernte Stadt Corinto an der Grenze zu Guatemala. Von dort aus wollen sie dann über Mexiko in die USA gelangen.

Nach Angaben in den Online-Netzwerken wollten sich 3.000 weitere Migranten in der Nacht zu Freitag in San Pedro Sula ebenfalls zu Fuß auf den Weg in die USA machen. Die Migranten fliehen nach eigenen Angaben vor Armut und Arbeitslosigkeit sowie der grassierenden Bandengewalt in Honduras.

Die USA wollen die Grenzen geschlossen halten

Die US-Regierung warnte die Migranten, nicht ihre "Zeit und ihr Geld zu verschwenden". Der Leiter der US-Zoll- und Grenzschutzbehörde, Mark Morgan, hatte in der vergangenen Woche betont, dass auch die neue Regierung des Demokraten Biden nicht ihre Grenzen für Migranten aus Zentralamerika öffnen werde. Auch die mexikanische Regierung kündigte Widerstand an und entsandte 500 zusätzlich Grenzschützer in die Bundesstaaten Chiapas und Tabasco, die an Guatemala grenzen.

Migranten aus Honduras: Joe Biden will den Fluchtursachen auf den Grund gehen und sie beheben. (Quelle: AP/dpa/Moises Castillo)Migranten aus Honduras: Joe Biden will den Fluchtursachen auf den Grund gehen und sie beheben. (Quelle: Moises Castillo/AP/dpa)

In den vergangenen Jahren waren tausende Menschen aus zentralamerikanischen Ländern in großen Gruppen nach Mexiko gezogen, um von dort aus in die USA zu gelangen. Mexiko sagte im Juni 2019 auf Druck der USA zu, mit dem Einsatz von Soldaten Migranten an der Durchreise zur US-Grenze zu hindern.

Negative Corona-Testergebnisse dürften die Weiterreise erschweren

Die bislang letzte größere "Karawane" war im Dezember noch vor der Grenze mit dem Nachbarland Guatemala von honduranischen Sicherheitskräften aufgehalten worden. Sollten diesmal die Migranten die Grenze erreichen, müssten sie negative Coronavirus-Tests vorzeigen, um durchgelassen zu werden, was für die meisten von ihnen unmöglich sein dürfte.

Ende 2018 waren mehrere "Karawanen" bis zur Südgrenze der USA gelangt. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump traf seitdem mit Guatemala, Honduras und El Salvador Vereinbarungen, mit denen die drei Länder zu sicheren Drittstaaten erklärt wurden. Migranten auf dem Weg in die USA müssen demnach, wenn sie eines dieser Länder betreten, dort Asyl beantragen. Andernfalls können sie dorthin zurückgeschickt werden, wenn sie die Vereinigten Staaten erreichen.

Der angehende US-Präsident Joe Biden kündigte an, er wolle der bisherigen Migrationspolitik des scheidenden US-Präsidenten Donald Trump den Rücken kehren. Nach eigenen Angaben strebt Biden ein "faires und humanes Einwanderungssystem" an. Zugleich gab er an, den Fokus auf die Fluchtursachen in den zentralamerikanischen Staaten zu legen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagenturen AFP, dpa

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