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USA – Donald Trump in Abschiedsrede: "Das war nur der Anfang"

Zum Ende seiner Amtszeit  

Trump in Abschiedsrede im Video: "Das war nur der Anfang"

20.01.2021, 11:19 Uhr | dpa, aj

Trump in Abschiedsrede: "Das war nur der Anfang"

Der scheidende US-Präsident Donald Trump listete in den letzten Stunden seiner Amtszeit all die Erfolge seiner Administration auf. Biden erwähnte er nicht. (Quelle: Reuters)

"Die Welt respektiert uns wieder": In seiner Abschiedsrede lobte Trump vor allem sich selbst. (Quelle: Reuters)


Der scheidende US-Präsident Donald Trump hat sich mit einer Botschaft an die Nation gewendet. Darin: viel Selbstlob – und ein Versprechen an seine Anhänger. Den Namen seines Nachfolgers erwähnt er nicht. 

Einen Tag vor dem Ende seiner Amtszeit hat US-Präsident Donald Trump in einer Abschiedsrede an die Nation der künftigen Regierung seines Nachfolgers Joe Biden Erfolg gewünscht. "In dieser Woche führen wir eine neue Regierung ins Amt ein und beten für ihren Erfolg, damit Amerika sicher und wohlhabend bleibt", sagte Trump in einer am Dienstag (Ortszeit) veröffentlichten Videobotschaft aus dem Weißen Haus. "Wir wünschen ihnen alles Gute und wir wollen auch, dass sie Glück haben." Trump lobte seine Arbeit als Präsident und sagte an die Adresse der neuen Regierung: "Die Welt respektiert uns wieder. Bitte verlieren Sie diesen Respekt nicht." Ausschnitte der Rede sehen Sie oben im Video oder hier.

"Gemeinsam mit Millionen hart arbeitender Patrioten in diesem Land haben wir die größte politische Bewegung in der Geschichte unseres Landes aufgebaut", sagte Trump. "Es ging um "Amerika zuerst", weil wir alle Amerika wieder großartig machen wollten." Er fügte hinzu: "Nun, da ich mich darauf vorbereite, am Mittwochmittag die Macht an eine neue Regierung zu übergeben, möchte ich, dass Sie wissen, dass die Bewegung, die wir begonnen haben, erst am Anfang steht."

Joe Biden bleibt unerwähnt

Der Demokrat Joe Biden – den der Republikaner Trump in seiner rund 20-minütigen Ansprache kein einziges Mal namentlich erwähnte – wird am Mittwochmittag (Ortszeit) in Washington vereidigt. Trump hat angekündigt, der Zeremonie fernzubleiben. Er ist der erste Präsident seit Andrew Johnson im Jahr 1869, der nicht an der feierlichen Amtseinführung seines Nachfolgers am Kapitol teilnimmt. Trump hatte über Wochen mit äußerst fragwürdigen Methoden versucht, Bidens Sieg bei der Wahl am 3. November nachträglich zu kippen.

Trumps Widerstand gegen seine Niederlage gipfelte vor knapp zwei Wochen darin, dass gewaltbereite Anhänger des abgewählten Präsidenten das Kapitol stürmten. Zuvor hatte Trump seine Unterstützer bei einer Kundgebung aufgestachelt. In seiner Videobotschaft sagte Trump nun: "Politische Gewalt ist ein Angriff auf alles, was wir als Amerikaner wertschätzen. Sie kann niemals toleriert werden."

Trump sagte, seine Regierung habe ihre Ziele übererfüllt. "Wir haben getan, wozu wir hierher gekommen sind – und noch viel mehr." Seine Regierung habe die Stärke Amerikas zu Hause und im Ausland wieder hergestellt. "Wir haben unsere Allianzen wiederbelebt und die Nationen der Welt zusammengeführt, um China die Stirn zu bieten wie nie zuvor." Tatsächlich ist das Verhältnis zu traditionellen Verbündeten wie Deutschland nach Trumps Amtszeit schwer belastet. Mit der EU hatte der Präsident einen Handelskrieg vom Zaun gebrochen. Trump hatte zudem mit dem Rückzug der USA aus der Nato gedroht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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