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Ted Cruz bestätigt umstrittene Reise nach Cancún

Von afp, pdi, lw

Aktualisiert am 18.02.2021Lesedauer: 2 Min.
Dramatische Bilder aus Texas: 2,7 Millionen Haushalte sind ohne Strom, mehr als 20 Menschen sind gestorben. (Quelle: t-online)
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Der US-Bundesstaat Texas versinkt im Schnee, Millionen Menschen sitzen ohne Strom und ohne fließendes Wasser zu Hause. Trotzdem ist Senator Ted Cruz kurzerhand nach Mexiko geflogen.

Nach dem Wintereinbruch im Südosten der USA sind in Texas Millionen von Menschen weiterhin ohne Strom und fließendes Wasser. Am Donnerstagmorgen waren nach Behördenangaben rund zwei Millionen Haushalte noch immer von der Stromversorgung abgeschnitten. An fast sieben Millionen Haushalte erging die Warnung, wegen Problemen mit der Wasserversorgung ihr Wasser vor dem Trinken abzukochen. Sehen Sie Aufnahmen aus Texas im Video oben oder hier.

Für Wirbel sorgte inmitten des Chaos der texanische Senator Ted Cruz. Der Republikaner war mit seiner Familie nach Cancún gereist, wie er gegenüber dem US-Nachrichtensender "CNN" bestätigte. Zuvor hatten Twitter-Nutzer Cruz am Flughafen in Houston gesehen und sich darüber echauffiert, dass der Senator verreise, während seine Bürgerinnen und Bürger ohne Strom im Schnee ausharren müssten.

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Cruz rechtfertigt Reise

Cruz rechtfertigte seine Reise wie folgt: "Da die Schule für diese Woche abgesagt wurde, baten unsere Mädchen darum, einen Ausflug mit Freunden zu machen. Da ich ein guter Vater sein wollte, bin ich letzte Nacht mit ihnen geflogen und fliege heute Nachmittag zurück", so der Senator. Seine Mitarbeiter und er stünden in ständiger Kommunikation mit den staatlichen und lokalen Führungskräften. "Wir wollen unseren Strom zurück, dass unser Wasser wieder läuft und unsere Häuser wieder warm sind", erklärte Cruz in dem Bericht.

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In Houston kam bei Hunderttausenden Bewohnern wegen eines Druckverlusts kaum noch Wasser aus dem Hahn, rund 260.000 Bewohner des Bundesstaates hatten gar kein fließendes Wasser mehr. Der Wetterdienst warnte vor einem neuerlichen Wintersturm in Teilen von Texas, Louisiana, Arkansas und Mississippi mit Glatteis und ergiebigen Schneefällen. Laut Medienberichten kamen infolge des Wintereinbruchs bereits mehr als 30 Menschen ums Leben, viele davon durch Verkehrsunfälle.

Aufwärmzentren in Schulen

Der frühere demokratische Präsidentschaftsbewerber Beto O'Rourke aus Texas sagte dem Fernsehsender MSNBC, die Lage in seinem Bundesstaat sei "noch schlimmer als was Sie so hören". Viele Leute hätten seit Tagen keinen Strom und damit auch keine Heizung – "sie leiden". Viele dieser Probleme wären vermeidbar gewesen. "Die Energie-Hauptstadt von Nordamerika kann nicht die Energie bereitstellen, um die Leute mit Wärme und Strom zu versorgen. Wir nähern uns der Einstufung als gescheiterter Staat", sagte O'Rourke.

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Der Energieversorger Austin Energy veröffentlichte eine Liste von "Aufwärmzentren" in Schulen der Hauptstadt Austin, in denen die Bewohner Zuflucht finden können. Das Unternehmen erklärte, es sei dabei, die Stromversorgung in einigen betroffenen Stadtteilen wiederherzustellen. Allerdings könne es weitere Blackouts geben.

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