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Fraktionschef verurteilt Nazi-Vergleiche von Trump-Anhängerin Greene


Fraktionschef verurteilt Nazi-Vergleiche von Trump-Anhängerin Greene

Von dpa
25.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Marjorie Taylor Greene: "Ich habe nichts Falsches gesagt".Vergrößern des BildesMarjorie Taylor Greene: "Ich habe nichts Falsches gesagt". (Quelle: Jacquelyn Martin/ap-bilder)
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Die US-Republikanerin Marjorie Taylor Greene vergleicht Corona-Maßnahmen mit der Judenverfolgung unter den Nazis. Jetzt wird der Parteiführung die Empörung im Land offenbar zuviel.

Die US-Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene bringt mit ständigen Vergleichen zwischen der Maskenpflicht und der Judenverfolgung der Nazis ihre eigene Fraktionsführung gegen sich auf. Die Republikaner im US-Repräsentantenhaus verurteilten eine solche Sprache, erklärte Fraktionschef Kevin McCarthy. "Marjorie liegt falsch, und ihre vorsätzliche Entscheidung, die Schrecken des Holocausts mit dem Tragen von Masken zu vergleichen, ist entsetzlich." Auf McCarthy war der Druck gewachsen, sich dazu zu äußern.

Greene verglich am Dienstag geplante Impflogos auf Namensschildern von Mitarbeitern eines Supermarktes erneut damit, dass die Nazis das Tragen von Judensternen erzwungen hätten. Die Abgeordnete, eine Anhängerin von Ex-Präsident Donald Trump, schrieb in einem weiteren Tweet über die "Diskriminierung ungeimpfter Menschen", sie habe diese "nie mit dem Holocaust verglichen, nur mit der Diskriminierung der Juden in den frühen Nazi-Jahren".

Jewish Congress fordert Entschuldigung von Greene

Greene hatte in der vergangenen Woche über die Maskenpflicht im US-Repräsentantenhaus gesagt: "Wissen Sie, wir können auf eine Zeit in der Geschichte zurückblicken, in der Menschen gesagt wurde, sie müssten einen goldenen Stern tragen, und sie wurden definitiv wie Bürger zweiter Klasse behandelt, so sehr, dass sie in Züge gesteckt und in Gaskammern in Nazi-Deutschland gebracht wurden."

Greene verteidigte ihre Worte am Wochenende. "Ich habe nichts Falsches gesagt", sagte sie dem Sender 12 News. "Ich denke, dass jede vernünftige jüdische Person nicht mochte, was in Nazi-Deutschland geschah, und dass jede vernünftige jüdische Person nicht mag, was mit einer anmaßenden Maskenpflicht geschieht." Die Organisation American Jewish Congress forderte Greene dazu auf, sich zu entschuldigen. "Man kann niemals gesundheitsbezogene Einschränkungen mit gelben Sternen, Gaskammern und anderen Nazi-Gräueln vergleichen."

Sowohl bei Demokraten als auch bei Republikanern stießen Greenes Worte auf Empörung. "Das ist böser Irrsinn", schrieb etwa die republikanische Kongressabgeordnete und Trump-Kritikerin Liz Cheney auf Twitter. Der demokratische Kongressabgeordnete Jim McGovern nannte es "mehr als verstörend", dass Greene den systematischen Mord an sechs Millionen Juden mit dem Tragen einer Maske vergleiche. Er verlangte Greenes Rücktritt.

Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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