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Allen Weisselberg: Manager von Donald Trumps Firma stellt sich Behörden

Ermittlungen wegen Steuerbetrugs  

Topmanager des Trump-Konzerns stellt sich den Behörden

01.07.2021, 16:18 Uhr | AFP, cck

Allen Weisselberg: Manager von Donald Trumps Firma stellt sich Behörden. Donald Trump (im Vordergrund) und Allen Weisselberg: Er ist der Finanzchef der Trump Organization. (Quelle: Reuters/Carlo Allegri)

Donald Trump (im Vordergrund) und Allen Weisselberg: Er ist der Finanzchef der Trump Organization. (Quelle: Carlo Allegri/Reuters)

Schlechte Nachrichten für den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump: Der Finanzchef seiner Trump Organization hat sich der Staatsanwaltschaft gestellt. Gegen das Immobilien-Imperium wird wegen Steuerbetrugs ermittelt. 

Der Finanzchef der Trump Organization, Allen Weisselberg, hat sich den Behörden gestellt. Wie US-amerikanische Medien berichten, stellte er sich am Donnerstag der Staatsanwaltschaft von Manhattan in New York. Die genauen Anklagepunkte sind noch nicht bekannt. Gegen das Familienunternehmen des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump wird wegen Steuerbetrugs ermittelt. 

Bei Weisselberg steht Medienberichten zufolge der Verdacht im Raum, dass der 73-Jährige von der Trump Organization Zusatzleistungen wie die Nutzung von Wohnungen und Autos erhielt, die nicht versteuert wurden. Die Staatsanwaltschaft hofft der "Washington Post" zufolge, dass der 73-Jährige mit den Behörden kooperieren und gegen Trump aussagen könnte, um seine eigenen Aussichten zu verbessern. Weisselberg gilt neben Familienangehörigen als Schlüsselfigur des Unternehmens.

Entscheidende Informationen gegen den Finanzchef lieferte nach Medienangaben dessen ehemalige Schwiegertochter. Diese habe gegenüber den Ermittlern unter anderem ausgesagt, dass Weisselbergs Sohn während einer Beschäftigung bei der Trump-Organisation ein kostenloses Apartment und ein üppiges Gehalt bekommen habe. Bei der Anklage geht es möglicherweise darum, ob auf diese und andere Leistungen von hohen Angestellten der Firma Steuern gezahlt worden sind.

Trump Organisation: "Das ist keine Justiz; das ist Politik" 

Die Trump Organisation warf der Staatsanwaltschaft in einer Mitteilung vor, sie wolle Weisselberg als Bauernopfer nutzen. Es solle versucht werden, verbrannte Erde zu hinterlassen und dem ehemaligen republikanischen Präsidenten zu schaden. "Das ist keine Justiz; das ist Politik," hieß es in der Mitteilung. 

Offen ist, ob zu einem späteren Zeitpunkt auch gegen Trump persönlich juristische Schritte eingeleitet werden könnten. Der Ex-Präsident selbst hatte jegliches Fehlverhalten bestritten und die Ermittlungen als Hexenjagd politisch motivierter Staatsanwälte bezeichnet. Der ermittelnde Bezirksstaatsanwalt Cyrus Vance ist Demokrat.

Anklage-Erhebung wohl noch am Donnerstag

Die New Yorker Justiz will wohl noch an diesem Donnerstag Anklage gegen die Familienholding erheben. In der aus hunderten Einzelunternehmen bestehenden Trump Organization sind die Immobiliengeschäfte des Ex-Präsidenten gebündelt. Ihr gehören Luxushotels, Golfclubs, Wohngebäude und Geschäftsimmobilien in den USA und im Ausland. Die wohl berühmteste Immobilie ist der Trump Tower in New York, in dem Trump lange Zeit lebte. Früher gehörten dem 75-Jährigen auch eine Reihe von Casinos.

Trump hatte das Familienunternehmen in den 1970er Jahren von seinem Vater Fred Trump übernommen. Nach seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2016 und seinem Amtsantritt im Januar 2017 gab er die Leitung der Geschäfte an seine Söhne Donald Junior und Eric ab. Der Konzern hat Berichten zufolge Zehntausende Angestellte unter anderem in mehreren Hochhäusern, Hotels oder auf Golfplätzen.

Verwendete Quellen:


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