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Biden nennt Chaos in Kabul unvermeidbar

Von dpa
Aktualisiert am 19.08.2021Lesedauer: 3 Min.
US-Präsident Joe Biden hat Probleme bei der Evakuierung von Afghanen aus Kabul wegen des Vorgehens der Taliban angedeutet.
US-Präsident Joe Biden hat Probleme bei der Evakuierung von Afghanen aus Kabul wegen des Vorgehens der Taliban angedeutet. (Quelle: Susan Walsh/AP/dpa)
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Joe Biden steht wegen des Afghanistan-Desasters in der Kritik. Nun hat sich der US-Präsident in einem TV-Interview zum Vorgehen seiner Regierung – und den chaotischen Szenen am Flughafen – geäußert.

Die chaotischen Szenen am Flughafen von Kabul nach der Machtübernahme der Taliban waren nach Ansicht von US-Präsident Joe Biden angesichts des geplanten Truppenabzugs unvermeidbar. Er wisse nicht, wie man es hätte schaffen können, den Abzug aus Afghanistan angesichts der Lage "ohne Chaos" zu meistern, sagte Biden in einem Interview des Fernsehsenders ABC.


Siegeszug in Afghanistan: Taliban nehmen auch Flughafen ein

In der Nacht auf den 31. August sind die letzten US-Truppen abgezogen. Zwei Wochen hielten sie den Flughafen, von dem aus noch tausende Menschen ausgeflogen wurden. Nun fahren Fahrzeuge der Taliban über die Landebahnen.
Mitglieder der Spezialeinheit Badri 313 bewachen eine Rede des Taliban-Sprechers Sabihullah Mudschahid: Er betonte, die Miliz wolle gute Beziehungen zu den USA und der ganzen Welt. Die westlichen Staaten bemühen sich derweil, weiter aus Afghanistan evakuieren zu können.
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Auf die Frage, ob die US-Regierung Fehler gemacht habe oder ob man besser mit der Lage hätte umgehen können, entgegnete Biden: "Nein. Ich glaube nicht, dass wir es auf eine Weise managen konnten (...), um ohne Chaos rauszukommen. Ich weiß nicht, wie das gehen soll."

Angesprochen auf Videos, die zeigen, wie Afghanen versuchten, sich auf der Startbahn an ein US-Transportflugzeug zu klammern, sagte Biden, ihm sei zu dem Zeitpunkt klar geworden, dass das US-Militär den Flughafen schnell unter seine Kontrolle bringen müsse. "Und das haben wir getan." Inzwischen sind dort rund 4.500 US-Soldaten stationiert, um den Flughafen zu sichern und Evakuierungen zu organisieren.

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US-Einsatz am Kabuler Flughafen könnte verlängert werden

Biden schloss nicht aus, dass US-Truppen zur Evakuierung von US-Amerikanern auch über den 31. August hinaus in Kabul bleiben könnten. "Wenn dort noch amerikanische Bürger sind, werden wir bleiben, bis wir sie alle rausgeholt haben", sagte Biden am Mittwoch in einem Interview des Fernsehsenders ABC. Es hänge nun davon ab, wie es in den kommenden Tagen weitergehe und ob man bald 5.000 bis 7.000 Menschen pro Tag ausfliegen könne. "Wenn das der Fall ist, werden sie alle raus sein."

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Mit Blick auf die afghanischen Helfer sagte Biden: "Die Verpflichtung besteht darin, alle rauszuholen, die wir rausholen können, und alle, die rausgeholt werden sollten." Biden sprach von etwa 50.000 bis 65.000 Helfern einschließlich ihrer Familien. Das Ziel sei weiterhin, die Evakuierungsaktion bis zum 31. August abzuschließen. Wenn man das nicht schaffe, werde zu prüfen sein, wer dann noch da sei. Ursprünglich wollte das Militär den Abzug aus Afghanistan Ende August abschließen.

Biden: Evakuierung von Afghanen problematisch

Desweiteren deutete Biden Probleme bei der Evakuierung von Afghanen aus Kabul wegen des Vorgehens der Taliban an. Die Islamisten würden sich zwar kooperativ zeigen und amerikanische Staatsbürger und Botschaftsmitarbeiter ausreisen lassen, sagte Biden in einem Interview des Fernsehsenders ABC. Mit Blick auf die Evakuierung früherer afghanischer Mitarbeiter der US-Behörden und Streitkräfte sagte Biden allerdings, es gebe "ein bisschen mehr Schwierigkeiten", sie rauszubekommen.

Die Taliban haben Kabul unter ihrer Kontrolle und vor dem Flughafen Checkpoints errichtet. Berichten zufolge wurden viele Afghanen, aber auch manche Ausländer, von ihnen nicht zum Flughafen durchgelassen. Die US-Regierung weist selbst Amerikaner darauf hin, dass sie deren Sicherheit auf dem Weg zum Flughafen nicht garantieren könne. Der Flughafen selbst wird inzwischen vom US-Militär kontrolliert. Der Kommandeur der US-Truppen dort steht nach Militärangaben regelmäßig in Kontakt mit dem Taliban-Anführer, der die Oberhand über die Umgebung des Flughafens hat.

Verteidigungsminister Lloyd Austin erklärte am Mittwoch im Pentagon, das Militär werde "alles tun, was in unserer Macht steht", um die Lage zu entschärfen und dafür zu sorgen, dass die Menschen zum Flughafen durchgelassen werden. Er betonte allerdings, dass es dem US-Militär nicht möglich sei, seinen Einsatz auf Kabul auszuweiten. Austin deutete an, dafür seien deutlich mehr Truppen nötig, was auch angesichts des Zeitplans schwierig sei. "Und wie lange dauert es, diese Truppen reinzubringen?", fragte er bei einer Pressekonferenz. Ursprünglich wollte das Militär den Abzug aus Afghanistan im August abschließen.

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Von Lisa Becke
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