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Die SPD ist von "Arbeiterpartei" zur "Rentnerpartei" mutiert

Neue Wähler-Studie  

Die SPD ist von "Arbeiterpartei" zur "Rentnerpartei" mutiert

19.07.2017, 13:47 Uhr | AFP, dpa

Die SPD ist von "Arbeiterpartei" zur "Rentnerpartei" mutiert. Ein Bergmann - die SPD ist keine Arbeiterpartei mehr. (Quelle: dpa/Roland Weihrauch)

Früher entschieden sich die Arbeiter fast immer für die SPD - heute ist das anders: Immer mehr Rentner und Angestellte wählen sozialdemokratisch. (Quelle: Roland Weihrauch/dpa)

Die SPD hat ihre überdurchschnittlich starke Stellung bei Arbeitern eingebüßt. Dafür wählen nun immer mehr Angestellte und Rentner sozialdemokratisch. Das geht aus einer neuen Studie hervor, die das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) am Mittwoch in Berlin vorgestellt hat. 

Die Experten verglichen die Wählerstruktur der Parteien im Jahr 2001 mit jener von 2016 - nach Einkommen, Ausbildung, Stellung im Beruf und anderen Merkmalen. Starke Veränderungen gibt es demzufolge in der Wählerstruktur der Parteien, und zwar insbesondere bei der SPD: Waren im Jahr 2000 noch 44 Prozent der SPD-Wähler Arbeiter, waren es im vergangenen Jahr nur noch 17 Prozent. Hingegen steigerte sich der Anteil der Angestellten in diesem Zeitraum von 48 auf 68 Prozent.

Union- und SPD-Wähler sehr ähnlich

Eine ähnliche Entwicklung zeigt die Studie auch für die CDU/CSU auf - während der Anteil der Arbeiter bei den Grünen und der FDP stets geringer war. Die Entwicklung hin zu einem geringeren Anteil an Arbeitern und mehr Angestellten ist generell auch Veränderungen in der Arbeitswelt geschuldet.

Der DIW-Forschungsdirektor Alexander Kritikos erklärte: "Bei der SPD kann man nicht mehr sagen, dass sie eine Arbeiterpartei ist." Die Wählerstrukturen von Union und SPD näherten sich immer mehr aneinander an und unterschieden sich "letztlich nur noch in wenigen Merkmalen". Die SPD habe eine größere Anhängerschaft in den Großstädten, die CDU hat mehr Wähler in den ländlichen Gebieten.

FDP-Wähler sind weiter die Reichsten

Ein Klischee bleibt jedoch erhalten: Die FDP ist weiterhin die Partei der Besserverdiener. Die Anhänger der Liberalen verfügen über ein durchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen von 3901 Euro. Das liegt deutlich über dem Durchschnitt aller anderen Parteien.

Bei der Union waren es 3388 Euro netto monatlich pro Haushalt, bei den Grünen 3379 und bei der SPD 3010 Euro. Die Wähler der AfD verfügten über durchschnittlich 2913 Euro, während es bei denen der Linken nur 2542 Euro waren. Das Schlusslicht bildete die Gruppe der Nichtwähler mit 2462 Euro. 

Grünen-Wähler altern mit der Partei

Änderungen gab es unterem auch in der Altersstruktur der Wählerschaft: "Bei den Grünen ist die Wählerschaft zusammen mit ihrer Partei älter geworden", heißt es in der DIW-Studie. Demnach stieg das Durchschnittsalter bei der ehemals jungen Partei von 40 auf 48,1 Jahre im Schnitt.

Damit liegen die Grünen, allerdings noch immer unter dem Durchschnittsalter von SPD- und CDU/CSU-Anhängern, das nun jeweils bei 52,8 Jahren liegt. Vor 15 Jahren noch war besonders die SPD-Wählerschaft etwas jünger gewesen - damals lag ihr Durchschnittsalter noch bei 48 Jahren. Am ältesten sind FDP-Wähler im Schnitt mit 54,3 Jahren.

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