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Nach Plagiatsvorwürfen – Debatte um Baerbock-Buch: "Das tut man nicht!"

Nach Plagiatsvorwürfen  

Debatte um Baerbock-Buch: "Das tut man nicht!"

30.06.2021, 10:28 Uhr | dpa, NE

Nach Plagiatsvorwürfen – Debatte um Baerbock-Buch: "Das tut man nicht!". Annalena Baerbock: Die Kanzlerkandidatin der Grünen steht wegen Plagiatsvorwürfen in der Kritik. (Quelle: dpa/Kay Nietfeld)

Annalena Baerbock: Die Kanzlerkandidatin der Grünen steht wegen Plagiatsvorwürfen in der Kritik. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa)

Die Debatte um die Plagiatsvorwürfe gegen Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock reißt nicht ab. Während die einen sie in Schutz nehmen, hagelt es von politischen Gegnern heftige Kritik.

Annalena Baerbock wird vorgeworfen, in ihrem Buch abgeschrieben zu haben. Im Vergleich zu früheren Vorwürfen gegen die Grünen-Kanzlerkandidatin reagierte die Parteispitze dieses Mal mit äußerster Entschlossenheit. "Das ist der Versuch von Rufmord", sagte ein Grünen-Sprecher dazu am Dienstag.

Auch die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt nahm ihre Partei-Kollegin in Schutz. "Hört auf mit diesem Schmutz", forderte sie von den Anschuldigenden auf Twitter. Demokratischer Wettbewerb habe auch mit Anstand zu tun.

Harte Kritik von der Konkurrenz

Von der politischen Konkurrenz kam hingegen harte Kritik. "Vorsätzlich getäuscht, schlampig gearbeitet und bei der eigenen Leistung schon wieder hochgestapelt – das hat bei Annalena Baerbock scheinbar System und erschüttert einmal mehr ihre Glaubwürdigkeit", sagte CSU-Generalsekretär Markus Blume "Focus online".

Der Vorsitzende der Jungen Union, Tilman Kuban, sagte dem Portal: "Erst den Lebenslauf mit wenig eigener Leistung und viel heißer Luft produzieren, jetzt beim Buch abschreiben. So kann man kein Land führen."

"Lächerliche" Vorwürfe

Der Journalist Nikolaus Blome nennt die Vorwürfe wegen Urheberrechtsverletzungen wiederum "lächerlich". "Aber: Was würde man seinen Kindern sagen, wenn sie copy&paste Passagen in einen eigenen Schulaufsatz nähmen? Man würde sagen: Das tut man nicht!", schrieb er auf Twitter.

Thomas Kaspar, Chefredakteur der "Frankfurter Rundschau" zieht wiederum Parallelen zu Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU). "Rund 500 Millionen hat er versenkt, Akten vernichtet, die warnenden Experten in seinem Ministerium ignoriert. Nur zum Vergleich", twitterte er.


Der umstrittene Publizist Roland Tichy schreibt, allmählich trete Mitleid an die Stelle von Kritik: "Auch in ihrem Buch soll Annalena Baerbock schamlos abgeschrieben haben. Was ist echt an ihr? Der Name?"

Auch Satiriker greifen die Vorwürfe auf

Die "ZDF heute-show" greift die Debatte um das Sachbuch "Jetzt" mit Humor auf: "Da hilft nur noch, dass sie den Titel ändert zu 'Jetzt doch nicht'", schrieben die Macher des Formats auf Twitter.

Der Satiriker Jan Böhmermann ergänzt: "Annalena Baerbock hat sich inzwischen so viele unverzeihliche Schnitzer und peinliche Aussetzer geleistet, dass sie langsam aufpassen muss, dass sie nicht als Bundesverkehrsministerin, Bundesgesundheitsministerin oder Kanzlerkandidatin von CDU und CSU endet."

Liebe Leserinnen und Leser: Wie positionieren Sie sich in der Debatte um die Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock? Nehmen Sie sie in Schutz oder stehen Sie auf der Seite der Kritiker? Schicken Sie uns Ihre durch Argumente begründete Meinung unter dem Betreff "Baerbock" an lesermeinung@stroeer.de. Eine Auswahl der Einsendungen werden wir mit Nennung des Namens veröffentlichen.

Baerbocks Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" war am 21. Juni erschienen. Es handelt sich dabei nicht um einen akademischen Text, für den zwingend strenge Standards wissenschaftlichen Arbeitens gelten. Baerbock breitet in dem 240 Seiten umfassenden Buch grüne politische Konzepte aus und verbindet das mit persönlichen Erlebnissen. Fußnoten, mit denen sie auf Quellen verweisen könnte, nutzt sie nicht.

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