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Grünen – Annalena Baerbock bereut Umgang mit Quellen: "Nehme die Kritik ernst"

"Nehme die Kritik ernst"  

Baerbock bereut Umgang mit Quellen – neuer Vorwurf

08.07.2021, 11:06 Uhr | t-online

Grünen – Annalena Baerbock bereut Umgang mit Quellen: "Nehme die Kritik ernst". Annalena Baerbock: Die Kanzlerkandidatin der Grünen bereut den Umgang mit Quellen in ihrem Buch. (Quelle: dpa/Fabian Sommer)

Annalena Baerbock: Die Kanzlerkandidatin der Grünen bereut den Umgang mit Quellen in ihrem Buch. (Quelle: Fabian Sommer/dpa)

Plagiatsvorwürfe haben den Wahlkampf der Grünen-Kandidatin Annalena Baerbock erschüttert. Ihre Partei reagierte scharf. Doch nun zeigt sich Baerbock in einem Interview selbstkritisch.

Annalena Baerbock hat erstmals Fehler beim Verfassen ihres Buches eingeräumt. "Ich nehme die Kritik ernst. Rückblickend wäre es sicherlich besser gewesen, wenn ich doch mit einem Quellenverzeichnis gearbeitet hätte", sagte sie der "Süddeutschen Zeitung".

Baerbock war zuletzt anhaltender Kritik ausgesetzt. Seit Anfang vergangener Woche macht ein Medienrechtler immer mehr Stellen in Baerbocks Buch "Jetzt. Wie wir unser Land erneuern" publik, an denen sich auffallende sprachliche Ähnlichkeiten zu anderen Veröffentlichungen finden. Auch der Vorwurf der Urheberrechtsverletzung steht im Raum. 

"Kurz in alte Schützengräben gerutscht"

In einer ersten Reaktion hatten die Grünen die Vorwürfe als "Rufmord" bezeichnet. Dazu sagte Baerbock nun: "Mehr als drei Jahre lang haben wir in der Partei, haben Robert Habeck und ich, intensiv daran gearbeitet, über eine andere Ansprache und Haltung Gräben zu überwinden", sagte sie. Diese Form der Kommunikation werde in einem harten Wahlkampf auf die Probe gestellt, gerade wenn auch heftige persönliche Anfeindungen dazukommen.

"Auch ich bin da kurz in alte Schützengräben gerutscht“, so die Co-Vorsitzende der Grünen selbstkritisch. "Dabei geht es mir um das Gegenteil: die großen Zukunftsfragen offen und breit zu diskutieren, hart und klar in der Sache, aber fair im Ton und offen für Argumente."

Neuer Vorwurf

Unterdessen berichtet "Bild" über eine weitere kritische Textpassage. Besonders brisant: Baerbock soll sich in diesem Fall am Buch zweier CDU-Politiker bedient haben.

Die Grünen-Kandidatin schreibt zur Modernisierung der Verwaltung: "Innovationseinheiten in den Behörden sollten eng und transparent mit Wissenschaft, Wirtschaft und Verbänden zusammenarbeiten, sich untereinander vernetzen, neue Ideen testen und eine positive Fehlerkultur etablieren.“

Die beiden CDU-Bundestagsabgeordneten Thomas Heilmann und Nadine Schön schreiben in ihrem 2020 erschienen Buch "Neustaat": "Innovationseinheiten sollen mit Wissenschaft, Wirtschaft und Start-ups kooperieren, Risiken bewusst eingehen, neue Ideen niedrigschwellig ausprobieren und eine positive Fehlerkultur etablieren."

Die Grünen weisen den Vorwurf zurück und betonen dem Bericht zufolge, dass sich eine ähnliche Passage auch im Entwurf des grünen Wahlprogramms aus dem Frühjahr findet. An diesem habe sich Baerbock orientiert.

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