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Anti-Pegida-Demos in Köln und Berlin, 18.000 Islamgegner in Dresden


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Tausende protestieren in deutschen Städten gegen Pegida

Von dpa
Aktualisiert am 06.01.2015Lesedauer: 3 Min.
Quer durch die Republik gehen Tausende gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung auf die Straße - für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland.
Quer durch die Republik formiert sich breiter Widerstand gegen die islamfeindliche Pegida-Bewegung - wie hier in Köln. (Quelle: dpa-bilder)
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Woche für Woche wurde die Zahl der islamfeindlichen Pegida-Demonstranten, die vor einer "Überfremdung" Deutschlands warnen, größer. Doch jetzt formiert sich nicht nur unter Politikern und Kirchenvertretern Widerstand gegen die islam- und fremdenfeindliche Bewegung. Quer durch die Republik gehen Tausende auf die Straße - für ein weltoffenes und tolerantes Deutschland. Das zeigt offenbar Wirkung: Die erste Pegida-Kundgebung wurde abgebrochen.

Angesichts tausender Gegendemonstranten hat die Pegida-Gruppierung in Köln ihre Kundgebung mit wenigen hundert Anhängern am Montagabend nach kurzer Zeit abgebrochen. Der geplante Gang über eine Rheinbrücke zum Dom sei abgesagt worden, berichtete ein Sprecher der Polizei.


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Der Kölner Dom macht das Licht aus

Viele Gebäude in Köln hatten am Abend aus Protest gegen Pegida ihre Beleuchtungen unter dem Motto "Licht aus für Rassisten" ausgeschaltet, um Pegida keine Kulisse zu bieten. Auch der Kölner Dom ragte völlig im Dunkeln empor. Die Demonstranten zeigten Plakate mit Sprüchen wie "Gemeinsam für ein tolerantes und buntes Köln" oder "Vielfalt statt Einfalt".

Scharfe Kritik an Pegida übten auch die Kirchen. Der Kölner Erzbischof, Kardinal Rainer Woelki, rief alle Christen auf, der Stimmungsmache gegen Flüchtlinge entgegenzutreten. Der frühere Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche, Nikolaus Scheider, sagte der "Rheinischen Post", Christen hätten auf Pegida-Demos nichts zu suchen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte in ihrer Neujahrssprache die Bürger aufgerufen, sich den Pegida-Protesten nicht anzuschließen und sprach vom "Hass im Herzen" der Anhänger. Auch in anderen deutschen Städten haben am Abend zigtausende Menschen gegen die Bewegung "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes" demonstriert. In Berlin, Hambirg, Stuttgart und Dresden kam es zu größeren Protestaktionen gegen Islam- und Fremdenfeindlichkeit.

Auch Brandenburger Tor im Dunkeln

In der Hauptstadt zogen mehr als 5000 Menschen in Richtung Brandenburger Tor, das ebenfalls unbeleuchtet war. Fahnen von SPD, Linken und Gewerkschaften waren zu sehen, aber auch Abzeichen der linksradikalen Antifa. Der Berliner Pegida-Ableger "Bärgida" brachte dagegen nur 300 Teilnehmer zusammen.

Wegen der Pegida-Demonstration in Dresden ließ der VW-Konzern seine gläserne Manufaktur unbeleuchtet. "Volkswagen steht für eine offene, freie und demokratische Gesellschaft", teilte der Konzern mit.

"Froh und stolz" über Aufstand der Anständigen

An den Anti-Pegida-Protesten in Stuttgart beteiligten sich nach Angaben der Polizei rund 8000 Menschen. Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) zeigte sich "froh und stolz" über die große Zahl der Demonstranten. Sie zeige, dass in Stuttgart kein Platz sei für Menschen, die andere diskriminierten.

In Hamburg forderten bei einer Kundgebung am Hauptbahnhof unter dem Motto "Tolerante Europäer gegen die Idiotisierung des Abendlandes" ("Tegida") mehr als 4000 Menschen Toleranz und Offenheit gegenüber Flüchtlingen und anderen Kulturen. Auch in Rostock kamen rund 800 Menschen zusammen, um unter dem Motto "Willkommen im Abendland! Rostock für alle" ein Zeichen gegen eine für nächste Woche geplante Pegida-Demonstration zu setzen.

Steigende Zahl der Islamgegner in Dresden

In Dresden hatten sich rund 5000 Menschen an einer Gegenveranstaltung unter dem Motto "Komm her, wir reden! Probleme wirklich anpacken!" beteiligt. Das Bündnis "Dresden für alle" hat die Pegida-Anhänger zudem zum Dialog aufgefordert.

In der sächsischen Landeshauptstadt, wo Pegida entstanden ist, hat die Anti-Islambewegung allerdings unverändert Zulauf. Am Abend waren erneut 18.000 Menschen dem Aufruf des Pegida-Bündnisses zur insgesamt elften Kundgebung gefolgt - so viele wie nie zuvor. Erneut stellten die Organisatoren eine "Islamisierung des Abendlandes" bereits als Tatsache dar.

Mit Plakaten und Sprechchören wie "Merkel muss weg" zogen die Demonstranten durch die Straßen. "Wir kommen wieder", rief die Menge. Auch die erste Kundgebung im neuen Jahr macht klar: Die deutsche Politik wird sich mit dem Phänomen und den darunter liegenden Problemen noch lange beschäftigen müssen.

Das dürfte noch ein schweres Stück Arbeit sein. Als die Pegida-Organisatoren den sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich (CDU) zu einer Rede auf einer nächsten Kundgebungen einluden, wurde das von der Menge mit einem Pfeifkonzert quittiert. Die Polizei war mit weit über 1000 Beamten im Einsatz. Zwischenfälle wurden zunächst nicht bekannt.

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