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Destatis: Zuwanderer in Deutschland immer europäischer und gebildeter

Immer europäischer, immer gebildeter  

Zahl der Zuwanderer nach Deutschland auf Rekordstand

03.08.2015, 15:34 Uhr | t-online.de

Destatis: Zuwanderer in Deutschland immer europäischer und gebildeter. In Deutschland leben immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund. (Quelle: imago images)

In Deutschland leben immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund. (Quelle: imago images)

Deutschland und seine Wirtschaft sind auf Zuwanderung angewiesen. Ohne Zuzüge aus dem Ausland würde die Bevölkerung schrumpfen, die Zahl der Arbeitnehmer sinken. Deshalb kann man den folgenden Zahlen durchaus Positives abgewinnen: Durch die Zuwanderung leben in der Bundesrepublik immer mehr Menschen mit Migrationshintergrund. Im Jahr 2014 waren dies laut Statistischem Bundesamt 16,4 Millionen, was einem Anteil von 20,3 Prozent entspricht. Die Zahl der Zuwanderer ist gar auf einen Rekordwert geklettert.

Der Anteil der Menschen mit Wurzeln im Ausland sei damit gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent gestiegen. Im Vergleich zu 2011 ist die Zahl sogar um 10,3 Prozent geklettert (1,5 Millionen Menschen). Die Mehrheit der Menschen mit Migrationshintergrund haben einen deutschen Pass (56 Prozent).

Die Bevölkerung ohne ausländische Wurzeln ging seit 2011 um 885.000 oder 1,4 Prozent zurück.

Viele Zuwanderer aus der EU

Auf einem Rekordstand ist die Zahl der Zuwanderer: 2014 lebten hierzulande 10,9 Millionen Menschen, die aus dem Ausland zugezogen sind. Das waren eine Million oder 10,6 Prozent mehr als 2011.

Besonders deutlich ist der Zuwachs bei Zuwanderern aus der Europäischen Union: 620.000 Personen (+ 18,3 Prozent). Hierbei spielten vor allem Migranten aus Polen (+ 179.000 oder + 16,7 Prozent), Rumänien (+ 109.000 oder + 28,7 Prozent), Italien (+ 55.000 oder + 14,6 Prozent), Bulgarien (+ 53.000 oder + 79,4 Prozent) und Ungarn (+ 53.000 oder 51,9 Prozent) eine große Rolle.

Auch die Zahl der Zuwanderer mit Wurzeln im außereuropäischen Ausland hat zum Teil beträchtlich zugenommen. Das betraf seit 2011 vor allem die Migranten und Migrantinnen aus China (+ 38.000 oder + 54,1 Prozent), Syrien (+ 35.000 oder + 96,8 Prozent) und Indien (+ 28.000 oder + 60,6 Prozent).

Mehr Akademiker unter Zuwanderern

Deutliche Veränderungen gibt es laut Statistischem Bundesamt auch beim Bildungsstand der Zuwanderer. In der Gruppe der Personen zwischen 25 und 35, die bis 1990 ins Land kamen, hatten 2014 18,1 Prozent einen Hochschulabschluss. Von den seit 2011 Zugezogenen waren sogar 43,7 Prozent Akademiker. In der Bevölkerung ohne Migrationshintergrund liegt diese Zahl bei 24,1 Prozent.

Fast die Hälfte der seit 1960 Zugewanderten schätzen laut Statistischem Bundesamt ihre Deutschkenntnisse als fließend (35,8 Prozent) oder sogar muttersprachlich ein (11,4 Prozent). Dabei schätzten sich Zuwanderer erwartungsgemäß deutlicher besser ein, je länger sie in Deutschland lebten. 19,4 Prozent machten keine Angaben zu ihren Sprachkompetenzen.

MigrationsstatusAnzahl in 1000Anteil an Gesamtbevölkerung in ProzentVeränderung gegenüber dem Vorjahr in 1000Veränderungen gegenüber dem Vorjahr in Prozent
Bevölkerung insgesamt80.8971002860,4
ohne Migrationshintergrund64.51179,7- 187- 0,3
mit Migrationshintergrund16.38620,34733,0
Zugewanderte10.87713,43873,7
davon:
Ausländer58667,33776,9
Deutsche50116,2100,2
in Deutschland Geborene55106,8871,6
davon:
Ausländer13451,770,5
Deutsche41655,1802,0

Die Bevölkerung mit Migrationshintergrund besteht aus den seit 1950 nach Deutschland Zugewanderten und deren Nachkommen sowie der ausländischen Bevölkerung. Der Mikrozensus ist eine Stichprobenerhebung, bei der jährlich rund 1 Prozent der Bevölkerung in Deutschland befragt wird. Um aus den erhobenen Daten Aussagen über die Gesamtbevölkerung ziehen zu können, müssen die Daten entsprechend hochgerechnet werden.

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