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Antisemitismus an Schulen: Alexander Dobrindt fordert Null-Toleranz-Strategie

Antisemitismus an Schulen  

Dobrindt fordert Null-Toleranz-Strategie

28.03.2018, 12:26 Uhr | AFP

Antisemitismus an Schulen: Alexander Dobrindt fordert Null-Toleranz-Strategie. Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Alexander Dobrindt: Dobrindt fordert "Null-Toleranz-Strategie gegen den Schulhof-Islamismus." (Quelle: Getty Images/Sean Gallup)

Der Vorsitzende der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Alexander Dobrindt: Dobrindt fordert "Null-Toleranz-Strategie gegen den Schulhof-Islamismus." (Quelle: Sean Gallup/Getty Images)

Angesichts antisemitischer Vorfälle an Schulen fordert der Chef der CSU-Landesgruppe, Alexander Dobrindt, eine Null-Toleranz-Strategie. An den Schulen müsse es harte Reaktionen auf "Schulhof-Islamismus" geben.

"Wir brauchen endlich eine Null-Toleranz-Strategie gegen den Schulhof-Islamismus – mit maximaler Konsequenz bei Religionsmobbing bis hin zum Schulverweis", sagte Dobrindt der "Bild"-Zeitung. "Wenn unsere Schulen zum Austragungsort werden für religiöse Konflikte, dürfen wir das nicht im Ansatz akzeptieren", fügte der CSU-Politiker hinzu.

Dobrindt forderte zur Bekämpfung von Judenhass an deutschen Schulen überdies zusätzliche Kräfte zur Unterstützung der Lehrer. Außerdem bedürfe es "einer konsequenten Vermittlung unserer Leitkultur im Unterricht".

Auch unter den Lehrern, die im Bundestag sitzen, wurden Forderungen nach konsequenten Maßnahmen erhoben. Der SPD-Abgeordnete Fritz Felgentreu (SPD) verlangte in der "Bild" "eine harte Reaktion" auf Antisemitismus an Schulen – "sprich: Klassenkonferenz, Disziplinarmaßnahme, gegebenenfalls muss sogar das Jugendamt eingeschaltet werden".

Wichtiger sei aber erfolgreiche Prävention. Die Lehrer müssten entsprechend geschult werden, "damit sie keine Scheu davor haben, mit Schülern über Antisemitismus oder den Nahostkonflikt zu diskutieren, der oft als Aufhänger für Antisemitismus dient".

Auch FDP fordert härtere Strafen

Der FDP-Abgeordnete Christian Jung riet in der "Bild" zu "sofortigen Ordnungs- und Erziehungsmaßnahmen gegen die Täter: Ein bis zwei Wochen Schulausschluss, keine Teilnahme an Klassenfahrten, oder die Androhung, die Schule verlassen zu müssen, wirken manchmal Wunder."

Die ehemalige Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages, Ulla Schmidt (SPD), forderte ein "tolerantes und weltoffenes Klima an Schulen". "Das Wichtigste ist, dass Vorfälle von Antisemitismus, Rassismus oder religiösem Mobbing an den Schulen umgehend und offen angesprochen werden", sagte sie der "Bild"-Zeitung.

Verpflichtender Besuch von Konzentrationslagern

Der CDU-Abgeordnete Johannes Steiniger sprach sich für einen für alle Schulklassen verpflichtenden Besuch eines früheren NS-Konzentrationslagers aus. "Bei antisemitischen Mobbing sollten harte Strafen direkt auf den Fuß folgen", sagte er der "Bild". "Wird hier nicht rigoros agiert, verfestigen sich antisemitische Haltungen."

Aktueller Anlass für die Debatte um Antisemitismus auf deutschen Schulhöfen ist der Fall an einer Berliner Grundschule, wo ein jüdisches Mädchen bedroht worden sein soll. Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, sagte dazu im ZDF, solche Vorfälle nähmen offenbar vor allem im großstädtischen Milieu zu.

Verwendete Quellen:
  • AFP

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