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Merkel holt sich Franziskus' Segen

Von dpa
Aktualisiert am 17.06.2017Lesedauer: 2 Min.
Papst Franziskus empfängt Merkel zu Privataudienz.
Papst Franziskus empfängt Merkel zu Privataudienz. (Quelle: Guido Bergmann/dpa-bilder)
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40 Minuten nimmt sich Franziskus dieses Mal für Merkel Zeit. Im Mittelpunkt der vierten Privataudienz für die Kanzlerin im Vatikan dürfte der G20-Gipfel in Hamburg gestanden haben.

Papst Franziskus hat Kanzlerin Angela Merkel in ihrem Einsatz für den Frieden gestärkt. "Für die Arbeit, die Sie für den Frieden tun", sagte Franziskus nach der rund 40-minütigen Privataudienz am Samstag in Rom und überreichte ihr eine Medaille mit einem Olivenzweig. Es war bereits die vierte Audienz, zu der das katholische Kirchenoberhaupt die CDU-Politikerin im Vatikan empfing. "Danke, dass ich wieder hier sein kann", sagte Merkel lächelnd zu Franziskus bei der Begrüßung.


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Nach der Unterredung überreichte Merkel dem Pontifex Süßigkeiten aus seiner Heimat Argentinien, die sie vor wenigen Tagen besucht hatte: den karamellartigen Brotaufstrich Dulce de Leche und Alfajores, mit Schokolade umhüllte Kekse. "Das kennen Sie ja", sagte sie. Das katholische Kirchenoberhaupt schenkte Merkel neben der Medaille drei seiner Schreiben.

Franziskus hat in seinem Gespräch mit Bundeskanzlerin Angela Merkel seine Anteilnahme angesichts des Todes von Helmut Kohl ausgedrückt. Das Katholiken-Oberhaupt habe den früheren Bundeskanzler als "großen Staatsmann" gewürdigt, sagte die CDU-Politikerin. Kohl war am Freitag im Alter von 87 Jahren gestorben. Merkel hatte die Nachricht von Kohls Tod während ihrer Reise in Rom erreicht.

Schwerpunkte des G20-Gipfels standen im offenbar im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt der Gespräche mit dem Papst dürften auch die Schwerpunkte des G20-Gipfels in Hamburg Anfang Juli gestanden haben, der von Merkel geleitet wird. Fortschritte bei zentralen Themen wie Freihandel, Klimaschutz, Migration sowie beim Kampf gegen Armut sind wegen der Abschottungspolitik von US-Präsident Donald Trump fraglich. Die Protestantin Merkel dürfte sich vom Papst Rückendeckung erwartet haben: beide stehen bei vielen Themen inhaltlich eng beieinander.

Mit dem Empfang der Kanzlerin brach das katholische Kirchenoberhaupt mit einem ungeschriebenen Gesetz im Vatikan: Eigentlich werden keine Spitzenpolitiker im Wahlkampf empfangen. Der Kirchenstaat ist in solchen Fällen um Neutralität bemüht.

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