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Türkei-Kritik: Türkischer Außenminister verhöhnt Gabriel und SPD

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"Panik" wegen der Umfragewerte  

Türkischer Außenminister verhöhnt Gabriel und SPD

13.09.2017, 11:49 Uhr | dpa, pdi

Türkei-Kritik: Türkischer Außenminister verhöhnt Gabriel und SPD. Die Äußerungen von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und der Außenminister der Türkei, Mevlüt Cavusoglu, heizen den Konflikt weiter an.  (Quelle: dpa)

Die Äußerungen von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel und der Außenminister der Türkei, Mevlüt Cavusoglu, heizen den Konflikt weiter an. (Quelle: dpa)

Der türkische Außenminister Mevlüt Cavusoglu führt die Türkei-Kritik seines deutschen Kollegen Sigmar Gabriel auf die schlechten Umfragewerte der SPD vor der Bundestagswahl zurück.Trotzdem hat er auch warme Worte für seinen deutschen Kollegen.

"Wir verstehen, dass seine Partei mit über 30 Prozent Unterstützung begonnen hat und jetzt nach Umfragen auf 22 Prozent gefallen ist", sagte Cavusoglu in Ankara. "Aber ich bin nicht derjenige, der dafür verantwortlich ist." Wenn Gabriel in dieser "Panik" denke, dass ihm Angriffe gegen die Türkei Stimmen brächten, liege er seiner Meinung nach falsch. Gabriels Verhalten passe zwar nicht zu einem Außenminister, er betrachte ihn aber weiterhin als "meinen Freund".

Cavusoglu kritisierte erneut, dass in Deutschland Wahlkampf mit der Türkei betrieben werde. "Gäbe es die Türkei nicht, würden sich deutsche Politiker wohl schwer tun, Stoff für ihren Wahlkampf zu finden", sagte er. "Es ist so, als gehe es bei der Wahl um die Türkei oder als würde die Wahl in der Türkei stattfinden." Der Außenminister betonte: "Mit Drohungen, Erpressungen oder Druck kann man von der Türkei keine Ergebnisse bekommen." Zwar habe in der Vergangenheit auch die Türkei Deutschland kritisiert. Ankara sei aber stets an einem Ausbau der Beziehungen zu Berlin gelegen gewesen.

Cavusoglu fügte in einer versöhnlich wirkenden Note hinzu: "Wahlen vergehen, aber Freundschaft ist dauerhaft." Er hoffe, dass die Beziehungen nach der Wahl wieder wie "in alten Zeiten" würden. Welche Zeiten der Minister damit genau meinte, sagte er nicht. Die bilateralen Beziehungen verschlechtern sich seit längerem.

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