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Kostenloses Angebot: Gesundheits-App "Vivy" für Millionen Versicherte am Start

Kostenloses Angebot  

Gesundheits-App "Vivy" für Millionen Versicherte am Start

17.09.2018, 15:56 Uhr | dpa

Kostenloses Angebot: Gesundheits-App "Vivy" für Millionen Versicherte am Start. "Vivy" soll an Impftermine und Vorsorgeuntersuchungen erinnern.

"Vivy" soll an Impftermine und Vorsorgeuntersuchungen erinnern. Ein Medikamentencheck soll mögliche Wechselwirkungen anzeigen. Foto: Michael Kappeler. (Quelle: dpa)

Berlin (dpa) - Millionen Krankenversicherte können ihre Gesundheitsdaten über eine neue Handy-App verwalten. In der digitalen Akte "Vivy" können kostenlos etwa Befunde, Laborwerte und Röntgenbilder gespeichert und mit dem behandelnden Arzt geteilt werden.

Rund 13,5 Millionen Versicherte sollen mitmachen können. Dies berichteten zum Start am Montag die DAK-Gesundheit, die Allianz Private Krankenversicherung und weitere beteiligte Kassen. "Vivy" soll für weitere Versicherungen offen stehen und dann rund 25 Millionen Versicherte erreichen können.

Die App soll an Impftermine und Vorsorgeuntersuchungen erinnern. Ein Medikamentencheck soll mögliche Wechselwirkungen anzeigen, nachdem man den Code auf der Packung oder dem Medikationsplan eingescannt hat. Auch Überweisungen, U-Hefte oder der Mutterpass könnten in der App gebündelt, Fitnesstracker mit ihr gekoppelt werden.

""Vivy" wird im Praxisalltag vieles einfacher machen, Doppeluntersuchungen vermeiden helfen und mehr Transparenz für Behandler und Patienten schaffen", sagte der Vorstandschef der DAK-Gesundheit, Andreas Storm. Die App sei das erste entsprechende Angebot in Deutschland für Millionen Menschen.

An den Start gehen seitens der privaten Versicherungen auch die Barmenia und bei den gesetzlichen Kassen die Innungskrankenkassen IKK classic, IKK Nord, IKK Südwest sowie mehrere Betriebskrankenkassen. Insgesamt sind es 14 gesetzliche Kassen.

Die Daten der Nutzer seien sicher, nur die Nutzer würden über deren Verwendung entscheiden, betonten die Verantwortlichen. Die Versicherer, der beteiligte IT-Dienstleister Bitmarck oder die Vivy GmbH hätten keinen Zugriff. Bei jeder Datenübertragung gebe es mehrstufige Sicherheitsprozesse und eine Verschlüsselung, für die nur der Versicherte den Schlüssel habe. Es sei als sichere Plattform zertifiziert und als Medizinprodukt zugelassen.

Zum Start haben die Unternehmen den möglichen Bedarf mit einer Umfrage ermittelt. Mehr als zwei Drittel der Bundesbürger (69 Prozent) wissen laut der Forsa-Erhebung nicht, wann ihr nächster Impftermin ist. 43 Prozent kennen die für sie empfohlenen Vorsorgeuntersuchungen nicht. Jeder vierte Befragte hat bereits Mehrfachuntersuchungen erlebt, weil Ergebnisse aus anderen Praxen und Kliniken nicht vorlagen. Ein Fünftel der Deutschen wurde deshalb sogar mehrfach geröntgt. Jeder Dritte geht zwischen drei und zehn Mal im Jahr zum Facharzt, 44 Prozent gehen ebenso oft zum Hausarzt.

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will, dass gesetzlich Versicherte spätestens ab 2021 generell auch per Handy und Tablet ihre Patientendaten einsehen können.

Eigene Angebote für elektronische Gesundheitsakten hatten die AOK und die Techniker Krankenkasse (TK) vorgestellt. TK-Chef Jens Baas sagte mit Blick auf die TK-App der Deutschen Presse-Agentur: "Wir freuen uns, dass nun eine weitere Akte auf den Markt kommt, die der Logik von TK-Safe folgt." Mittlerweile nutzten mehr als 30.000 Versicherte die digitale TK-Akte. "Wir befinden uns derzeit im erweiterten Testbetrieb, da man mit Patientendaten keine Schnellschüsse machen darf." Die Resonanz sei positiv, jeden Tag kämen 500 neue Nutzer hinzu. Die Testphase sei auf 100.000 Benutzer ausgelegt.

Die AOK will ihr Gesundheitsnetzwerk nach Pilotprojekten in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin bis Anfang 2019 in den anderen Ländern starten. Je nach regionalen Gegebenheiten soll es unterschiedliche Anwendungen geben.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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