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Fall "Susanna": Staatsanwalt ermittelt gegen Bundespolizei-Chef Dieter Romann

Mordfall "Susanna"  

Staatsanwalt ermittelt gegen Bundespolizei-Chef

27.09.2018, 13:53 Uhr | dpa

Fall "Susanna": Staatsanwalt ermittelt gegen Bundespolizei-Chef Dieter Romann. Bundespolizei-Chef Dieter Romann: Gegen ihn liegen mehrere Anzeigen vor. (Quelle: imago images/Reiner Zensen)

Bundespolizei-Chef Dieter Romann: Gegen ihn liegen mehrere Anzeigen vor. (Quelle: Reiner Zensen/imago images)

Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt gegen Dieter Romann, den Chef der Bundespolizei. Er hatte den flüchtigen Mordverdächtigen Ali B. persönlich aus dem Irak zurück nach Deutschland geholt.

Weil er im Fall "Susanna" einen Mordverdächtigen möglicherweise illegal nach Deutschland gebracht hat, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen Bundespolizei-Chef Dieter Romann. Es bestehe der Verdacht der Freiheitsberaubung, sagte eine Sprecherin der Frankfurter Staatsanwaltschaft. "Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet." Zuvor hatte der Südwestrundfunk (SWR) darüber berichtet.

Die 14-jährige Susanna aus Mainz war nach bisherigen Erkenntnissen der Polizei im Mai in Wiesbaden vergewaltigt und umgebracht worden. Der Verdächtige Ali B. setzte sich zunächst in den kurdisch kontrollierten Nordirak ab, wurde dann aber abgeschoben und von der Bundespolizei nach Deutschland überführt. Bei seiner Vernehmung gestand er, das Mädchen umgebracht zu haben, bestritt aber eine Vergewaltigung.

Mehrere Anzeigen gegen Romann

Die Abschiebung aus dem Nordirak, bei der Romann dabei war, stieß auf Skepsis von Rechtsexperten und auf Kritik der irakischen Zentralregierung, da es laut Bagdad kein Auslieferungsabkommen zwischen dem Irak und Deutschland gibt.

Nach Angaben der Frankfurter Staatsanwaltschaft liegen mehrere Anzeigen gegen Romann vor. Zuvor hatten die Staatsanwaltschaften in Wiesbaden und Potsdam den Fall laut SWR-Bericht geprüft und sich schließlich für nicht zuständig erklärt. Frankfurt sei zuständig, weil es sich bei dem Flugzeug, in dem Romann und der Tatverdächtige saßen, um eine Lufthansa-Maschine handelte. Die Airline hat ihren faktischen Unternehmenssitz in Frankfurt.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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