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Kalbitz räumt Teilnahme an rechtsextremer Demo in Athen ein

NPD-Spitze war auch da  

Kalbitz bestätigt Teilnahme an rechtsextremer Demo

30.08.2019, 12:19 Uhr | dpa

Kalbitz räumt Teilnahme an rechtsextremer Demo in Athen ein. Andreas Kalbitz, Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg: "Es ist zutreffend, dass ich vor zwölf Jahren in Athen war".  (Quelle: dpa/Monika Skolimowska)

Andreas Kalbitz, Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg: "Es ist zutreffend, dass ich vor zwölf Jahren in Athen war". (Quelle: Monika Skolimowska/dpa)

Nach Recherchen des "Spiegel" ist Brandenburgs AfD-Spitzenkandidat Kalbitz deutlich stärker und länger in der rechtsextremen Szene aktiv als bekannt. Kalbitz bestreitet seine Kontakte nicht.

Kurz vor der Landtagswahl am Sonntag in Brandenburg hat AfD-Spitzenkandidat Andreas Kalbitz seine Teilnahme an einer rechtsextremen Demonstration in Athen im Jahr 2007 eingeräumt. Zuvor hatte der "Spiegel" berichtet, dass sich Kalbitz damals zusammen mit 13 deutschen Rechtsextremisten in einem Athener Hotel einquartiert hatte. Der Marsch wurde demnach von der griechischen "Patriotischen Allianz" organisiert.

"Es ist zutreffend, dass ich vor zwölf Jahren in Athen war", sagte Kalbitz am Freitag auf Anfrage. "Es gab verschiedene deutsche und andere internationale Besucher dieser Veranstaltung mit mehreren Tausend Besuchern, wie auch in meinem Fall außerhalb der von Ihnen benannten ,NPD-Reisegruppe'".

Kalbitz wohnte im selben Hotel wie NPD-Chef Voigt

In dem Hotel wohnte laut "Spiegel" zusammen mit Kalbitz zum Beispiel NPD-Chef Udo Voigt. Das belegt dem Bericht zufolge ein Dokument aus der Botschaft in Athen, das eine Verbindungsbeamtin des Bundeskriminalamtes (BKA) damals vor Ort verfasste. Neben Voigt werden laut "Spiegel" weitere Führungsleute der NPD und des Parteinachwuchses aufgelistet.

Der ehemalige Fallschirmjäger Kalbitz trat 2013 in die AfD ein und kam 2014 in den Brandenburger Landtag. Der gebürtige Münchner war früher CSU-Mitglied. Von Alexander Gauland, seinem politischen "Ziehvater", übernahm er 2017 den Landesvorsitz, später auch den Posten als Fraktionschef.
 


Kalbitz wird zum rechtsnationalen "Flügel" von Björn Höcke in der Partei gezählt. Im Jahr 2007 nahm er an einem Pfingstcamp der rechtsextremen "Heimattreuen Deutschen Jugend" (HDJ) teil. Später führte er den rechtsextremen Verein "Kultur- und Zeitgeschichte, Archiv der Zeit", den der Ex-SS-Hauptsturmführer und NPD-Funktionär Waldemar Schütz mitbegründet hatte. Nachdem dies 2015 bekannt wurde, legte Kalbitz den Vereinsvorsitz nieder.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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