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Landtagswahlen Brandenburg & Sachsen: Alle Ergebnisse im Überblick

Nach den Landtagswahlen  

Interaktive Grafiken – welche Partei hat wo ihre Hochburgen?

02.09.2019, 13:41 Uhr | dpa, aj,

 (Quelle: t-online.de)
Ein Dorf wählt 50 Prozent AfD: Wem die Menschen hier noch vertrauen

"Brauner Osten", "abgehängte Dörfer", "tote Gegend" - Urteile über die neuen Bundesländer. Die letzten Wahlergebnisse mit hohen Stimmenanteilen für die AfD haben Deutschland aufgeschreckt. Die Zeit, in der die Parteien den Osten ignoriert haben, ist vorbei. Woher kommt die Enttäuschung? (Quelle: t-online.de)

Ein Dorf wählt 50 Prozent AfD bei der Landtagswahl: Was die Menschen bewegt, stört, frustriert – und inwiefern Angst vor einer zweiten Wende besteht. (Quelle: t-online.de)


In Sachsen und Brandenburg kommen CDU und SPD mit einem blauen Auge davon. Die AfD wird zweitstärkste Kraft. Doch wer gewinnt die meisten Wahlkreise? Eine Übersicht.

Die CDU hat die Landtagswahl in Sachsen gewonnen, die SPD hat sich in Brandenburg behauptet. Die AfD wurde am Sonntag in beiden Ländern zweitstärkste Kraft, während die langjährigen Regierungsparteien auf historische Tiefstände stürzten. Sie müssen sich nun nach neuen Koalitionspartnern umschauen. Zum Königsmacher könnten die Grünen werden. Sie legten zwar zu, blieben aber hinter den Erwartungen zurück.

In Sachsen – während der letzten fünf Jahre von CDU und SPD regiert – könnte es nun auf eine sogenannte Kenia-Koalition von CDU, SPD und Grünen hinauslaufen. Im zuletzt rot-rot regierten Brandenburg reicht es nach dem vorläufigen Ergebnis des Wahlleiters knapp für ein rot-grün-rotes Bündnis. 

Wie CDU, SPD, Grüne, AfD und Die Linke in den Wahlkreisen in Sachsen abschnitten, sehen Sie in unserer interaktiven Grafik:


In Brandenburg hat SPD-Ministerpräsident Dietmar Woidke das Direktmandat in seinem Wahlkreis gewonnen: 36,2 Prozent der Erststimmen in Spree-Neiße I entfielen am Sonntag auf den SPD-Politiker. Mit nur wenigen Prozentpunkten Abstand folgte ihm bei der Wahl am Sonntag der AfD-Kandidat Steffen Kubitzki mit 32,4 Prozent.

Bei den Wahlkreisen in Brandenburg liefern sich SPD und AfD ein Kopf-an-Kopf-Rennen. Die Übersicht:


SACHSEN

Die seit 1990 in Sachsen regierende CDU rutschte auf einen neuen Tiefstand, nach Auszählung aller Wahlkreise erreichte sie nur noch 32,1 Prozent (2014: 39,4). Die AfD kommt auf 27,5 Prozent (2014: 9,7). Das ist bundesweit ihr bestes Landtagswahlergebnis überhaupt. Die SPD von Spitzenkandidat Martin Dulig fällt in Sachsen laut Hochrechnungen auf 7,7 Prozent (2014: 12,4) und fährt damit das bundesweit schlechteste Landtagswahlergebnis ihrer Geschichte ein.

Die Grünen steigern sich im Freistaat auf 8,6 Prozent (2014: 5,7 Prozent), die Linke fährt mit 10,4 Prozent das schlechteste Ergebnis seit der Einheit 1990 ein (2014: 18,9). Die FDP verpasst mit 4,5 Prozent (2014: 3,8) erneut den Sprung in den Landtag (2014: 3,8). Rechnerisch möglich wäre damit eine Kenia-Koalition von CDU, SPD und Grünen. In Sachsen-Anhalt regiert seit 2016 ein solches Bündnis. Eine Koalition mit AfD und Linken hat Kretschmer ausgeschlossen.


BRANDENBURG

In Brandenburg wurde das rot-rote Bündnis von Woidke abgewählt. Die SPD könnte jedoch äußerst knapp in einer rot-grün-roten Koalition weiterregieren. Regierungen von SPD, Grünen und Linken gibt es bereits in Bremen, Berlin und Thüringen. Nach dem vorläufigen Ergebnis wäre rechnerisch auch ein Bündnis der SPD mit CDU und Freien Wählern oder mit CDU und Grünen möglich.

Wie in Sachsen, erlitt die SPD auch in Brandenburg historische Verluste. Die Sozialdemokraten rutschten auf 26,2 ab (2014: 31,9). Die AfD mit ihrem rechtsradikalen Spitzenkandidaten Andreas Kalbitz landete mit 23,5 Prozent knapp dahinter (2014: 12,2). Die in Brandenburg traditionell schwache CDU fällt mit 15,6 Prozent (2014: 23,0) auf ihr schlechtestes Landesergebnis und rangiert nun – wie schon bei der Europawahl im Mai – hinter der AfD auf Platz drei.


Auch die bisher mitregierenden Linken brechen ein, sie kommen nur noch auf 10,7 Prozent (2014: 18,6). Die Grünen fahren mit 10,8 Prozent nicht nur ihr bestes Ergebnis in Brandenburg, sondern überhaupt in einem ostdeutschen Flächenland ein (2014: 6,2). Die Freien Wähler kommen auf 5 Prozent und ziehen damit in den Landtag ein.

BUND

In beiden Bundesländern stieg die Beteiligung im Vergleich zur letzten Landtagswahl 2014 deutlich an: in Sachsen von 49,1 auf 65,5 Prozent, in Brandenburg von 47,9 auf 60,5 Prozent. Insgesamt haben die Landtagswahlen fast 30 Jahre nach der Einheit zu starken politischen Verschiebungen in Ostdeutschland geführt. 


Große Verlierer sind CDU, SPD und Linke, großer Gewinner ist die AfD. Bei der Landtagswahl in Thüringen am 27. Oktober könnte sich dieser Trend fortsetzen. 2014 erzielte die Linke dort ihr historisch bestes Ergebnis mit 28,2 Prozent, seither regiert Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) mit SPD und Grünen.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

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