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Was wir ĂŒber den Anschlag in Halle wissen

Von dpa
Aktualisiert am 10.10.2019Lesedauer: 3 Min.
Bus in Halle mit der Aufschrift "Evakuierung": Alles deutet auf einen rechtsextremen EinzeltÀter hin.
Bus in Halle mit der Aufschrift "Evakuierung": Alles deutet auf einen rechtsextremen EinzeltÀter hin. (Quelle: dpa-bilder)
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Nach den SchĂŒssen vor der Synagoge in Halle hat die Polizei einen VerdĂ€chtigen festgenommen. Laut Sicherheitskreisen deutet alles auf einen antisemitischen EinzeltĂ€ter hin. Was wir wissen – und was nicht.

Nach den tödlichen SchĂŒssen am Mittwoch in Halle/Saale hat die Polizei die akute GefĂ€hrdungswarnung in der Stadt aufgehoben. Die Generalbundesanwaltschaft hat den Fall an sich gezogen. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) sagte, es gebe nach EinschĂ€tzung des Generalbundesanwalts ausreichend Anhaltspunkte fĂŒr ein rechtsextremistisches Motiv.


SchĂŒsse in Sachsen-Anhalt

Beamte der Bundespolizei eskortieren den TatverdÀchtigen von Halle, Stephan B., in Karlsruhe aus dem Hubschrauber zu einer Anhörung vor der Generalbundesanwaltschaft.
Ein Einschuss im Fenster eines Dönerladens: Bei einem Anschlag wurden in Halle (Saale) zwei Menschen getötet. Einer von ihnen war gerade in dem Imbiss, als der TÀter ihn niederschoss.
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Ein mutmaßlicher EinzeltĂ€ter hatte versucht, sich mit einer Schusswaffe und SprengsĂ€tzen Zugang zu der Synagoge im Paulusviertel in Halle zu verschaffen. Dort hatten nach Angaben der JĂŒdischen Gemeinde rund 70 bis 80 Menschen den höchsten jĂŒdischen Feiertag Jom Kippur begangen. Im Internet kursieren ein Video und ein PDF-Dokument, in denen sich der mutmaßliche TĂ€ter im Vorfeld der Tat Ă€ußert und Hass auf Juden als Grund fĂŒr den geplanten Anschlag angibt. Antworten auf die wichtigsten Fragen:

Was wir wissen

Zwei Menschen sind in Halle/Saale erschossen worden. Ein Todesopfer wurde auf einer Straße in der NĂ€he der Synagoge in der Innenstadt gefunden. Im UniversitĂ€tsklinikum Halle werden Angaben eines Sprechers zufolge zwei Verletzte behandelt. Dabei handele es sich um einen Mann und eine Frau, beide hĂ€tten Schussverletzungen erlitten.

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Das andere Todesopfer wurde laut einem Polizeisprecher in einem Imbiss getötet. Ein Döner-Imbiss befindet sich rund 600 Meter entfernt von der Synagoge.

Bei dem Angriff legte ein TÀter auch selbstgebastelte SprengsÀtze vor der Synagoge ab. Der TÀter versuchte, in die Synagoge einzudringen.

t-online.de-Redakteurin Nathalie Rippich berichtet aus Halle/Saale:

TĂ€ter mit Stahlhelm und Gewehr

Der Vorsitzende der JĂŒdischen Gemeinde Halle, Max Privorozki, sagte, dass er ĂŒber die Kamera der Synagoge sah, wie der TĂ€ter mit Stahlhelm und Gewehr versucht hat, die TĂŒren aufzuschießen. Danach habe er versucht, das Tor des benachbarten jĂŒdischen Friedhofs aufzuschießen.

Auch im rund 15 Kilometer entfernten Landsberg gab es Polizeiangaben zufolge SchĂŒsse. Auch hier gaben die Behörden eine Warnmeldung heraus, Menschen sollen GebĂ€ude nicht verlassen. Die Zufahrt zu dem Ortsteil Wiedersdorf war am Mittwoch abgesperrt.

Die Bundesanwaltschaft hat die Ermittlungen ĂŒbernommen. Sie ermittelt wegen Mordes von besonderer Bedeutung.

Die Polizei suchte zunĂ€chst nach mehreren bewaffneten TĂ€tern. Im Laufe des Nachmittags deutete aber alles auf einen EinzeltĂ€ter hin, der am frĂŒhen Nachmittag festgenommen worden ist. Weitere Fahndungsmaßnahmen liefen. Die Polizei dementierte Berichte, wonach sich ein VerdĂ€chtiger im Zusammenhang mit den tödlichen SchĂŒssen von Halle im Leipziger Stadtgebiet aufhalten soll.

Die Stadt Halle sprach von einer "Amok-Lage". OberbĂŒrgermeister Bernd Wiegand berief den Stab fĂŒr Außergewöhnliche Ereignisse ein. Die Menschen im gesamten Stadtgebiet von Halle wurden fĂŒr mehrere Stunden aufgefordert, in Sicherheit in GebĂ€uden zu bleiben. Am Abend stufte die Polizei die GefĂ€hrdungslage nicht mehr als akut ein und hob die Warnungen auf. Die Gegend im Paulusviertel in Halle wurde großrĂ€umig abgesperrt.

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Alle RettungskrĂ€fte der Feuerwehr seien in Alarmbereitschaft versetzt worden. Die Polizei zog alle verfĂŒgbaren KrĂ€fte in Sachsen-Anhalt ab und verlegte sie nach Halle. Der Bahnhof von Halle wurde Angaben der Bahn zufolge wegen polizeilicher Ermittlungen gesperrt, wurde aber am frĂŒhen Abend wieder freigegeben. Der gesamte Linienverkehr wurde nach Angaben der Stadtwerke eingestellt.

Was wir nicht wissen

Der genaue Ablauf der VorfĂ€lle in Halle und auch in Landsberg ist noch nicht bekannt. Die Polizei in Halle machte zunĂ€chst keine Angaben zu den nĂ€heren UmstĂ€nden. Die HintergrĂŒnde der Tat seien noch nicht bekannt, sagte auch ein Sprecher des Bundesinnenministeriums. Ob es sich um eine antisemitische Tat handelt, ist nach Angaben der Bundesanwaltschaft unklar.

Die genaue Bewaffnung des TĂ€ters oder der TĂ€ter ist ebenso unbekannt wie die genauen VorgĂ€nge auf dem jĂŒdischen Friedhof.

Offen ist, wie viele TÀter es genau gibt und wie viele noch auf der Flucht sind. Die Polizei spricht von mehreren TÀtern. Die "Mitteldeutsche Zeitung" aus Halle zeigte ein Foto, auf dem ein dunkel gekleideter Mann mit Helm und Stiefeln zu sehen ist, der ein Gewehr im Anschlag hat. Der MDR zeigte ein Video, auf dem womöglich derselbe Mann aus einem Auto aussteigt und mehrfach seine Waffe abfeuert.


Die IdentitÀt des TatverdÀchtigen und wann und wo er genau festgenommen wurde, ist nicht bekannt. Auch dazu, wie die EinsatzkrÀfte auf ihn aufmerksam wurden, gibt es bisher keine offiziellen Informationen. Die genaue Zahl der Opfer ist nicht bekannt.

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