Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Corona-Krise: Österreich öffnet Grenze zu Deutschland am 15. Juni komplett

Regierung bestätigt Plan  

Österreich öffnet Grenze zu Deutschland schrittweise

13.05.2020, 13:57 Uhr | dpa

Grenze Österreich-Deutschland wird wieder geöffnet

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll nach Informationen der österreichischen Nachrichtenagentur APA am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden. (Quelle: dpa)

Corona-Lockerung: Die Grenze zwischen Österreich und Deutschland wird wieder geöffnet. (Quelle: dpa)


Vor allem für Urlauber im Sommer ist es eine gute Nachricht: Österreich will seine Grenzen noch diese Woche eingeschränkt öffnen, ab nächstem Monat dann ganz.

Die wegen der Corona-Pandemie geschlossene Grenze zwischen Deutschland und Österreich soll am 15. Juni wieder vollständig geöffnet werden. Das bestätigte das österreichische Kanzleramt der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Zuvor hatte die österreichische Nachrichtenagentur APA darüber berichtet. Schon ab diesem Freitag werde es an den Grenzen nur noch stichprobenartige Kontrollen geben, meldete die APA.

Telefonat zwischen Kurz und Merkel

Der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) hatte am Dienstag mit seiner deutschen Amtskollegin Angela Merkel (CDU) telefoniert. Die deutsche Bundesregierung will bei ihrer Sitzung an diesem Mittwoch über weitere Schritte beraten. Innenminister Seehofer informiert heute um 11.30 Uhr über das weitere Vorgehen bei den Corona-bedingten Binnengrenzkontrollen.

Kurz hatte bereits am Dienstagabend in der Sendung "10vor10" des Schweizer Fernsehens gesagt, dass er eine Grenzöffnung im Juni erwarte. In dem Interview sagte er, dass Österreich sowohl mit der deutschen als auch der Schweizer Regierung an Einigungen arbeite.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. (Quelle: imago images/Eibner Europa)Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz. (Quelle: Eibner Europa/imago images)

Deutschland hat die Grenze zu Österreich am 16. März geschlossen, Österreich setzte den Schritt seinerseits wenige Tage später um. Für Pendler und den Güterverkehr gibt es Ausnahmen. Darüber hinaus wird nur über die Grenze gelassen, wer einen nur wenige Tage alten negativen Corona-Test vorlegen kann. Ohne ein solches Zeugnis lässt die österreichische Polizei fast ausschließlich Landsleute ins Land, die sich dann an ihrem Reiseziel für 14 Tage in häusliche Quarantäne begeben müssen. Es ist noch nicht klar, wie dies in Zukunft gehandhabt wird. 

Tourismus kam zum Stillstand

Der für Österreich und vor allem die Alpenregionen so wichtige Tourismus ist durch diese und weitere Maßnahmen praktisch zum Stillstand gekommen. Ab Freitag dürfen in Österreich wieder sämtliche Gastronomie-Betriebe öffnen, ab dem 29. Mai auch Hotels und andere Beherbergungsbetriebe. Für einen lukrativen Betrieb fehlen aber noch die Gäste – und die kamen zuletzt zu einem sehr großen Teil aus Deutschland. Zudem drängte die Branche zuletzt auf Klarheit, weil Buchungen von deutschen Stammgästen Zusagen für neue österreichische Gäste erschwerten.

Beliebtes Ausflugsziel von Touristen ist auch der Park am Wiener Prater. (Quelle: imago images/Volker Preußer)Beliebtes Ausflugsziel von Touristen ist auch der Park am Wiener Prater. (Quelle: Volker Preußer/imago images)

In der Sommersaison 2019 (Mai bis Oktober) entfielen 37,4 Prozent der insgesamt 79 Millionen Übernachtungen auf deutsche Gäste, rund 30 Prozent auf Österreicher. Die drittwichtigste Gruppe sind die niederländischen Gäste, die aber nur noch fünf Prozent ausmachen. Entsprechend wichtig ist für Österreichs Tourismus die Grenzöffnung zu Deutschland.

Mehrere Regionen sprachen sich für Grenzöffnung aus

Am Dienstag hatten sich namentlich die Regionen um den Bodensee und auch Tirols Landeschef Günther Platter (ÖVP) für eine baldige Grenzöffnung ausgesprochen. Tirol wolle seinen wegen des Après-Ski in die Kritik geratenen Tourismus weiterentwickeln. Um ihn nun anzukurbeln, brauche es aber offene Grenzen, so Platter.


"Die Regionen rund um den See setzen sich verstärkt in Richtung ihrer Bundesregierungen für eine Grenzöffnung ein", sagte Vorarlbergs Landeschef Markus Wallner, der aktuell auch Vorsitzender der Internationalen Bodenseekonferenz (IBK) ist. "Das Verständnis von Wirtschaft und Bevölkerung für eine weitere Schließung der Grenzen ist nicht mehr da. Wir brauchen in dieser Vierländerregion mit traditionell starkem Austausch rasch eine Lösung", so Wallner. Bei der IBK handelt es sich um einen kooperativen Zusammenschluss der Regierungen der an den Bodensee angrenzenden und mit ihm verbundenen Länder und Kantone.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa

Liebe Leserinnen und Leser,

Leider können wir Ihnen nicht zu  allen Artikeln einen Kommentarbereich zur Verfügung stellen. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Übersicht der aktuellen Leserdebatten finden Sie hier.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Ulla Popkenbonprix.deOTTOhappy-sizetchibo.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal