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Sachsen: So drastisch verschärft das Bundesland seine Corona-Regeln

"Nahe an Belastungsgrenze"  

Sachsen verschärft Corona-Maßnahmen – Görlitz beginnt

28.11.2020, 15:05 Uhr
Sachsen: So drastisch verschärft das Bundesland seine Corona-Regeln. Görlitz: Der Landkreis will schon in wenigen Tagen drastische Einschränkungen durchsetzen. (Quelle: imago images/lausitznews.de)

Görlitz: Der Landkreis will schon in wenigen Tagen drastische Einschränkungen durchsetzen. (Quelle: lausitznews.de/imago images)

Sachsen gilt als neuer Corona-Hotspot in Deutschland, nun steuert die Landesregierung entschieden gegen. Im Landkreis Görlitz gelten bereits ab kommendem Dienstag drastische Verschärfungen

Die Corona-Zahlen in vielen Teilen Sachsens sind hoch, viel zu hoch: Das Land gilt als neuer Corona-Hotspot. Die Landesregierung unter Michael Kretschmer (CDU) hat deshalb am 27. November eine neue Corona-Schutzverordnung beschlossen. "In einigen Krankenhäusern wird bereits nahe an der Belastungsgrenze gearbeitet", hatte zuvor der Geschäftsführer der dortigen Krankenhausgesellschaft gewarnt.

Von Donnerstag auf Freitag waren in Sachsen mehr als 2.800 neue Corona-Fälle gemeldet worden, dazu 61 Todesfälle. Die neuen, verschärften Maßnahmen sollen nun helfen, die Dynamik der Ausbreitung des Coronavirus zu brechen. Sie gelten ab dem 1. Dezember. Etwa im Landkreis Görlitz.

Ab diesem Tag verschärft der Landkreis die Maßnahmen. Eine entsprechende Allgemeinverfügung sei in Vorbereitung, teilte das Landratsamt am Samstag mit. Der Wert der dortigen Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner pro Woche lag am Samstag bei 400,8. Seit Anfang November wird demnach der Schwellenwert von 200 dauerhaft überschritten.

Weihnachten wird gesondert behandelt

Kern der Maßnahmen sind verschärfte Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen. Im öffentlichen und privaten Raum sind so nur noch Ansammlungen und Zusammenkünfte von höchstens zwei Hausständen bis maximal fünf Personen zulässig. Kinder bis zur Vollendung des 14. Lebensjahres gehören nicht zur Aufzählung.

Zu Weihnachten allerdings werden Ausnahmen möglich. Ab dem 23. Dezember können sich jeweils insgesamt zehn Personen aus dem Familien- und Freundeskreis zum Feiern treffen.

Zum Katalog gehören noch weitere Maßnahmen. So wird die Verpflichtung zum Tragen eines Mund-Nase-Schutzes auch auf Arbeits- und Betriebsstätten ausgeweitet; außer am unmittelbaren Arbeitsplatz, falls dort ein Mindestabstand von 1,5 Metern einhaltbar ist.

Ansonsten ist der Grad der Verschärfung der Corona-Maßnahmen vor allem gestaffelt nach den Inzidenzzahlen. Ab einem Inzidenzwert von 50 können Landkreise und kreisfreie Städte den Alkoholausschank und Alkoholkonsum zeitlichen und örtlichen Beschränkungen unterwerfen. Beerdigungen dürfen nicht von mehr als 25 Personen besucht werden.

Drastische Verschärfungen möglich

Falls der Inzidenzwert 200 erreicht oder überschritten wird, werden Ausgangsbeschränkungen in der jeweiligen Region angeordnet. Die Menschen müssen in diesem Fall zu Hause bleiben und dürfen die häuslichen Unterkünfte nur noch aus bestimmten Gründen verlassen.

Dazu zählen etwa der Weg zu Kita und Schule, wie auch zur Arbeit und zum Arzt. Auch das Einkaufen gehört dazu, allerdings nur innerhalb des eigenen Landkreises bzw. der kreisfreien Stadt sowie des Nachbarlandkreises bzw. der benachbarten kreisfreien Stadt, wie auch die Inanspruchnahme sonstiger Dienstleistungen.

Besuche, wenn diese durch die geltenden Kontaktbeschränkungen erlaubt sind, sind ferner möglich, wie auch die Unterstützung Hilfsbedürftiger,
die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen im engsten Familienkreis. Auch sportliche Betätigung wie Bewegung im Freien im Umkreis von 15 Kilometern des Wohnbereichs und der Besuch des eigenen oder gepachteten Kleingartens oder Grundstückes unter Einhaltung der Kontaktbeschränkungen sind gestattet.

Die verschärften Maßnahmen sind zunächst bis zum 28. Dezember terminiert. Wie die "Bild" meldet, will die Landesregierung zudem mithilfe von Massentests die Corona-Lage bessern. Abhilfe ist dringend: Nach Angaben des Sozialministeriums liegen bis auf die Landkreise Leipzig, Meißen und die Stadt Leipzig alle Landkreise und kreisfreien Städte in Sachsen über dem Inzidenzwert von 200.

Verwendete Quellen:

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