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Coronavirus: Karl Lauterbach (SPD) warnt vor dritter Corona-Welle


Karl Lauterbach warnt vor dritter Corona-Welle

  • Johannes Bebermeier
Von Johannes Bebermeier

Aktualisiert am 08.02.2021Lesedauer: 2 Min.
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Karl Lauterbach: Der SPD-Gesundheitsexperte warnt vor Lockerungen.
Karl Lauterbach: Der SPD-Gesundheitsexperte warnt vor Lockerungen. (Quelle: Florian Gaertner/photothek.de/imago-images-bilder)
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Die Corona-Mutationen breiten sich in Deutschland aus. Für Lockerungen sieht SPD-Politiker Karl Lauterbach deshalb kaum Spielraum – mit einer wichtigen Ausnahme.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach spricht sich vor der Bund-Länder-Runde am Mittwoch weitgehend gegen Lockerungen aus und warnt vor einer dritten Corona-Welle. "Erwartungen an Lockerungen wird diese Ministerpräsidenten-Konferenz aus meiner Sicht nicht erfüllen können", sagte Lauterbach t-online. Die englische und die südafrikanische Variante des Coronavirus begännen, sich in Deutschland immer schneller auszubreiten, sagte er. "Dieser Prozess muss unbedingt gestoppt werden, sonst würde im März eine dritte Welle beginnen."


Corona-Impfstart: Edith, Lotte und Helga schreiben Impf-Geschichte

Nordrhein-Westfalen, Emsdetten: Im Altenwohnheim St. Josef-Stift erhält die Bewohnerin Ruth Geulen im Alter von 89 Jahren eine Corona-Impfung.
Bremen: Die Seniorin Alize Oesselmann sitzt vor der Tür eines Seniorenheims im Rollstuhl. Die 85-Jährige ist dort Bewohnerin und ließ sich als erste Bremerin gegen das Coronavirus impfen.
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Lauterbach begründete seine Vorsicht auch mit neuen Erkenntnissen über die Wirksamkeit der Impfstoffe. "Da wir insbesondere gegen die afrikanische Variante nicht ausreichend gut impfen können, muss man die Erwartungen auf Lockerungen jetzt entsprechend dämpfen", sagte Lauterbach.

In Südafrika ist der geplante Impfstart mit dem Astrazeneca-Impfstoff wegen Zweifeln an der Wirksamkeit bei der südafrikanischen Mutation gestoppt worden. Eine Studie der südafrikanischen Universität Witwatersrand und der Universität Oxford zeigte nur einen minimalen Schutz gegen eine milde oder moderate Infektion mit dieser Variante bei jüngeren Menschen.

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Für eine Ausnahme bei den Lockerungen zeigte sich Lauterbach aber offen. "Allenfalls im Bereich der Kitas und der Grundschulen könnte man Veränderungen vornehmen", sagte der SPD-Politiker, forderte jedoch zugleich Sicherheitsvorkehrungen: "In der Grundschule wäre ein Konzept von Wechselunterricht mit Antigen-Tests für die Schüler und vorgezogener Impfung der Lehrkräfte denkbar."

Die Bundesregierung warnt

Auch die Bundesregierung mahnt zur Vorsicht. Es gebe ein "gemischtes Bild aus Erfolg und Risiko", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert mit Blick auf die Mutationen. "Wir können Erfolge auch wieder zunichte machen, wenn es nicht gelingt, die Infektionen in Deutschland nach unten zu drücken."

Es müsse das Ziel sein, sagte Seibert, "die Zahl der Neuinfektionen weiter zu senken, um gute Perspektiven für Öffnungsmaßnahmen und die Aufhebung von Beschränkungen zu bekommen". Und dann müsste "die Öffnung der Kitas und Grundschulen Vorrang vor vielem anderen haben".

Am Mittwoch entscheiden die Bundesregierung unter Führung der Bundeskanzlerin Angela Merkel und die Ministerpräsidenten über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise.

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Verwendete Quellen
  • Eigene Recherchen
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