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Corona-Vorbild Rostock fordert andere Impfstrategie

Von dpa, t-online, lw

Aktualisiert am 09.02.2021Lesedauer: 3 Min.
Claus Ruhe Madsen: Rostocks Oberbürgermeister schlägt vor, mehr Erstimpfungen zu vergeben. (Archivbild)
Claus Ruhe Madsen: Rostocks Oberbürgermeister schlägt vor, mehr Erstimpfungen zu vergeben. (Archivbild) (Quelle: BildFunkMV/imago-images-bilder)
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Rostock ist bislang erfolgreich durch die Corona-Pandemie gekommen – weil die Stadt einiges anders gemacht. Nun will der parteilose

Vor der Konferenz der Bundesregierung mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch hat Rostocks Oberbürgermeister Claus Ruhe Madsen (parteilos) einen Paradigmenwechsel bei der Impfkampagne vorgeschlagen. Bislang gelte die Regel, dass die Hälfte der Dosen für die Zweitimpfung eingelagert wird. "Ich bin der Auffassung, dass alles freigegeben wird, um möglichst vielen Menschen die Erstimpfung zu ermöglichen", sagte Madsen. Mit der Erstimpfung werde ein Schutz von rund 70 Prozent erreicht. "Das muss so lange gehen, bis die wirklich gefährdeten Gruppen ihre Erstimpfung haben." Dann könne wieder ein anderer Weg gewählt werden. "Der momentane Weg ist hochgradig gefährlich."


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Der Rostocker Infektiologe Emil Reisinger hält ein solches Vorgehen für einen gangbaren Weg, das müsse aber sehr sorgfältig geprüft werden. Die Erfahrungen mit anderen Impfstoffen zeigten zwar, dass nach der Erstimpfung ein Schutz von bis zu 70 Prozent vorliege. Allerdings steige die Abwehrkraft der gebildeten Antikörper gegenüber den Viren nach der zweiten Impfung. Der Zeitraum zwischen Erst- und Zweitimpfung könne durchaus länger als drei Wochen sein.

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Rostock stand während erster Welle bereits gut da

Rostock hat seit Beginn der Pandemie fast durchweg eine sehr geringe Infektionszahl und belegte wochenlang den letzten Platz der Tabelle des Robert Koch-Instituts (RKI). Bislang haben sich laut RKI insgesamt 1.382 Menschen in Rostock mit dem Coronavirus infiziert, das sind lediglich 0,66 Prozent der Gesamtbevölkerung. 21 Menschen sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Am Dienstag lag die Sieben-Tage-Inzidenz bei 30,6 und damit weit unter dem Schlüsselwert 50.

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Der Grund für die relativ geringen Zahlen sind laut Madsen die zahlreichen Abstrichtests in Kliniken und Pflegeeinrichtungen und bei Rettungsdiensten – über die Empfehlungen des RKI hinaus. Zudem sei das Gesundheitsamt ständig personell verstärkt worden, sagte Madsen in der Bild-Zeitung. So sei die Kontaktverfolgung nach Infektionsfällen gewährleistet worden. Es seien Maßnahmen ergriffen worden, bevor es Vorgaben von Bund und Ländern gab, erklärte Madsen in einem Interview mit dem Nachrichtensender "ntv".

Bereits während der ersten Welle im Frühjahr vergangenen Jahres machte sich die Hansestadt deshalb besonders gut. Am 23. April bezeichnete sich Rostock zum ersten Mal als coronafrei. Zu diesem Zeitpunkt war Deutschland noch im Lockdown. Madsen sagte damals zur "Bild", es habe sich ausgezahlt, dass die Stadt nach dem Virus-Ausbruch "schnell und proaktiv reagiert" habe. Außerdem verhielten sich die Bürger vorbildlich.

"Das Virus verschwindet nicht"

Madsen appellierte an die Teilnehmer der Konferenz am Mittwoch, den Kommunen eine Strategie im weiteren Umgang mit der Corona-Pandemie vorzulegen. Die Bürgermeister erwarteten, dass von Bund und Land ein klarer Kurs aufgezeichnet wird. "Wir müssen einen Weg mit dem Coronavirus finden, das Virus verschwindet nicht", betonte er. "Wir müssen dabei mit Öffnungen Erfahrungen sammeln."

Der Preis des Lockdowns sei enorm hoch. So brauchen Kinder andere Kinder für ihre Entwicklung und haben ein Recht auf Bildung, wie Madsen betonte. "Wir stehen vor ganz anderen Problemen, wenn wir keinen Weg mit dem Coronavirus finden." Die Menschen müssten auch lernen, vorsichtiger zu sein und sich an die Regeln zu halten. Für ihn ist die Digitalisierung zwingende Voraussetzung für den künftigen Umgang mit dem Virus. "Wir brauchen einen gangbaren Weg, bei dem die Menschen sagen: "Die Regeln sind zwar blöd, aber damit kann ich leben."" Die digitale Registrierung der Menschen im öffentlichen Leben sei von fundamentaler Bedeutung für die Pandemie-Entwicklung.

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