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Mehr als 5.000 Neuinfektionen – Inzidenz steigt leicht

Von rtr
Aktualisiert am 16.03.2021Lesedauer: 2 Min.
Corona-Schnelltest bei einem Mann in Saarbrücken: "Wir sind genau in der Flanke der dritten Welle."
Corona-Schnelltest bei einem Mann in Saarbrücken: "Wir sind genau in der Flanke der dritten Welle." (Quelle: BeckerBredel/imago-images-bilder)
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Im Vergleich zur Vorwoche meldet das Robert Koch-Institut deutlich mehr Corona-Infektionen. 238 Menschen sind innerhalb eines Tages an oder mit dem Virus gestorben.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Neuinfektionen ist mit 5.480 dem Robert Koch-Institut (RKI) zufolge binnen einer Woche um mehr als 1.000 gestiegen. Am Dienstag vor genau einer Woche wurden 4.252 Neuinfektionen gemeldet und somit 1.228 weniger. Das geht aus Zahlen des RKI vom Dienstag hervor. Zudem wurden innerhalb von 24 Stunden 238 weitere Todesfälle verzeichnet.

Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner (Sieben-Tage-Inzidenz) lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 83,7 – und damit höher als am Vortag (82,9). Vor etwa vier Wochen, am 16. Februar, hatte die Inzidenz noch bei 59 gelegen. Die Zahl der neuen Ansteckungen in Deutschland war im Januar und Februar über Wochen deutlich zurückgegangen. Zuletzt stieg sie jedoch wieder an, was auch an der Verbreitung ansteckenderer Varianten liegen könnte.

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100 Infizierte stecken rechnerisch 115 weitere Menschen an

Der Höchststand von 1.244 neu gemeldeten Todesfällen war am 14. Januar erreicht worden. Bei den binnen 24 Stunden registrierten Neuinfektionen war mit 33.777 am 18. Dezember der höchste Wert erreicht worden – er enthielt jedoch 3.500 Nachmeldungen.

Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Montagabend bei 1,15 (Vortag 1,19). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 115 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.

"Das ist total irrational gewesen"

Der RKI-Epidemiologe Dirk Brockmann sieht das Infektionsgeschehen wieder in einem exponentiellem Wachstum und kritisierte die Lockdown-Lockerungen scharf . Bei der Entwicklung der Fallzahlen und Inzidenzen gebe es derzeit im Wesentlichen einen Zuwachs von 20 Prozent im Vergleich zur Vorwoche, sagte er in der ARD. "Wir sind genau in der Flanke der dritten Welle. Da gibt es gar nichts mehr zu diskutieren."

In diese Flanke herein sei gelockert worden und das habe dieses exponentielle Wachstum beschleunigt, das es bereits durch die neue britische Virusvariante B117 gegeben habe. Deutschland gehe nun "voll in das exponentielle Wachstum" rein. "Das ist total irrational gewesen, hier zu lockern. Das befeuert nur dieses exponentielle Wachstum."

Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 2.581.329 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit etwa 2.374.200 an. Die Gesamtzahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg auf 73.656.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur Reuters
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