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Merkel hält Freigabe von Impfstoff-Patenten für ein Risiko: "Nicht die Lösung"


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Merkel hält Freigabe von Patenten für falsch und riskant

Von dpa
Aktualisiert am 08.05.2021Lesedauer: 2 Min.
Kanzlerin Angela Merkel: Deutsche Unternehmen vergeben bereits Lizenzen für ihre Impfstoffe ins Ausland, so Merkel.
Kanzlerin Angela Merkel: Deutsche Unternehmen vergeben bereits Lizenzen für ihre Impfstoffe ins Ausland, so Merkel. (Quelle: John MacDougal/Pool/Reuters-bilder)
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Den Patentschutz für Corona-Impfstoffe aufweichen – das fordern ärmere Länder und die USA. Für Bundeskanzlerin Angela Merkel ist das nicht die Lösung. Sie fürchtet einen Qualitätsverlust.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich nach dem EU-Gipfel klar gegen eine Aufweichung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe ausgesprochen. "Ich habe hier noch einmal deutlich gemacht, dass ich nicht glaube, dass die Freigabe von Patenten die Lösung ist, um mehr Menschen Impfstoff zur Verfügung zu stellen", sagte sie am Samstag in Berlin. "Ich glaube, dass wir die Kreativität und die Innovationskraft der Unternehmen brauchen." Dazu gehöre der Patentschutz. "Für mich ist sozusagen die Infragestellung des Patentschutzes hier nicht der Weg, der uns zu mehr Impfstoff und besserem Impfstoff führt."


Diese Politiker sind gegen Corona geimpft

Die Impfungen in Deutschland gehen voran: Nun können sich über 60-Jährige und Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen gegen das Coronavirus impfen lassen. Einige Politiker haben den Anfang gemacht.
Angela Merkel: Die 66-jährige Bundeskanzlerin wurde am 16. April 2021 mit dem Astrazeneca-Impfstoff geimpft.
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Seit Tagen tobt eine politische Debatte um die Lockerung der Rechte am geistigen Eigentum, die ärmere Länder seit langem fordern und die US-Präsident Joe Biden diese Woche überraschend unterstützte. Anders als in vielen Industriestaaten wie den USA oder Deutschland sind dort erst sehr wenige Menschen gegen Covid-19 geimpft. Bei einer Freigabe der Patente könnten auch andere Hersteller ohne Lizenzgebühren produzieren. Dagegen stemmen sich die Pharmafirmen, die die Rechte besitzen. Einzig Biontech hatte sich dazu bereiterklärt vorübergehend auf sein Patentrecht zu verzichten.

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Merkel sieht "mehr Risiken als Chancen" bei Patentfreigabe

Es gehe um die Frage, wie man möglichst schnell zu möglichst viel Impfstoff für Menschen auf der ganzen Welt komme, sagte Merkel. Dazu würden zumindest von den deutschen Unternehmen mit großer Schnelligkeit Lizenzen für die Produktion im Ausland vergeben. Die Patentinhaber würden auch auf die Qualität der Produktion achten. "Wir haben keinerlei Anzeichen, dass hier nicht mit Nachdruck daran gearbeitet wird, die Produktionskapazität zu erhöhen, Lizenzen zu vergeben und zu kooperieren."

Das Problem sei nicht, "dass jemand auf seinem Patent sitzt und mit dem nichts macht und nichts produziert". Es gehe auch darum, qualitativ möglichst hochwertigen Impfstoff herzustellen. "Wenn hier eine Patentfreigabe einfach erfolgt, ohne dass sozusagen auch die Qualität jedes Mal gut kontrolliert werden kann, sehe ich mehr Risiken als Chancen."

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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Von Miriam Hollstein
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