Sie sind hier: Home > Politik > Deutschland >

Corona-Zahlen bei Kindern: RKI meldet extrem hohe Inzidenz in acht Landkreisen

Werte weit über 500  

In acht Landkreisen extrem hohe Corona-Inzidenz bei Kindern

15.10.2021, 08:42 Uhr | dpa, ann

Corona-Zahlen bei Kindern: RKI meldet extrem hohe Inzidenz in acht Landkreisen . Kinder auf dem Weg zur Schule: In der jungen Altersgruppe ist die Inzidenz zurzeit besonders hoch.  (Quelle: imago images/Political-Moments)

Kinder auf dem Weg zur Schule: In der jungen Altersgruppe ist die Inzidenz zurzeit besonders hoch. (Quelle: Political-Moments/imago images)

Seit einiger Zeit werden besonders viele Infektionen bei Schulkindern festgestellt. Jetzt beruhigt sich die Lage, in manchen Regionen aber explodieren die Zahlen weiter. Ein Überblick über die aktuellen Daten des RKI. 

Das Robert Koch-Institut (RKI) registriert in einzelnen Regionen Deutschlands besonders viele Corona-Ansteckungen bei Kindern und Jugendlichen. In acht Landkreisen liege die Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei den 10- bis 19-Jährigen bei mehr als 500, twitterte das RKI am Donnerstagabend zu einer Auswertung im neuen Corona-Wochenbericht. Nähere Angaben zu den Landkreisen und deren jeweiligen Zahlen wurden nicht gemacht, auf einer Karte waren Kreise aber entsprechend eingefärbt.

Drei der Landkreise liegen demnach in Bayern, vier in Thüringen und einer in Brandenburg. 

Bundesweit sei die Sieben-Tage-Inzidenz vergangene Woche in den Altersgruppen unter 20 Jahren allerdings im Vergleich zur Woche zuvor leicht gesunken, hieß es zusammenfassend. Die Werte bei Menschen über 20 hingegen stiegen leicht an. Das RKI sprach zudem von 636 übermittelten Schulausbrüchen für die vergangenen vier Wochen – wegen möglicher Nachmeldungen seien insbesondere die vergangenen zwei Wochen aber noch nicht zu bewerten.

Niedrige Impfquote, regelmäßige Tests 

Bereits seit einiger Zeit werden zahlreiche Corona-Infektionen insbesondere bei Kindern ab dem Schulalter und bei Jugendlichen festgestellt. An Kitas und Schulen wird regelmäßig auf das Virus getestet. Die Covid-19-Impfstoffe sind bislang ab 12 Jahren zugelassen.

Die Impfquote bei 12- bis 17-Jährigen ist noch wesentlich niedriger als bei Erwachsenen. Kinder und Jugendliche erkranken zwar deutlich seltener schwer an Covid-19 als ältere Menschen, es gibt aber noch offene Fragen rund um Langzeitfolgen.

"Unfassbar und unverantwortlich!"

Auf Twitter reagierten Nutzer zum Teil schockiert und empört. In Baden-Württemberg falle ab Montag die Maskenpflicht in Schulen, schrieb ein Nutzer. "Unfassbar und unverantwortlich!" Anderthalb Jahre lang hätten die Kinder die Füße stillgehalten und alle Entbehrungen ertragen – nun würden sie zum Teil durchseucht, kommentierte eine andere Nutzerin. "Realsatire."

Andere machten darauf aufmerksam, dass die hohe Inzidenz auf das verstärkte Testen in Schulen zurückzuführen sein könnte und Verläufe bei Kindern oft milder verlaufen als bei Erwachsenen. 

Plateau bei Fallzahlen auf Intensivstationen

Auf den Intensivstationen zeichne sich über die vergangenen Wochen ein Plateau bei der Fallzahlen von Patientinnen und Patienten mit Covid-19 ab, schreibt das RKI weiter. Momentan werden dort knapp 1.400 daran erkrankte Erwachsene versorgt. Das Divi-Intensivregister gibt den Anteil von minderjährigen Betroffenen mit 0,7 Prozent an (Stand 14. Oktober).

In den Gruppen ab 70 Jahren, für die die Ständige Impfkommission (Stiko) mittlerweile eine Auffrischungsimpfung empfiehlt, fallen die Inzidenz-Anstiege laut Bericht größtenteils leicht aus. Größer ist er vor allem bei den Hochaltrigen über 90 Jahre – der Wert stieg von 39 auf 48 von vorvergangener auf vergangene Woche. Im höheren Alter falle die Immunantwort nach Impfungen insgesamt geringer aus und Impfdurchbrüche könnten häufiger auch zu einem schweren Verlauf führen, hieß es kürzlich in der Stiko-Begründung zu den Booster-Impfungen.

Insgesamt bewertet das RKI die Lage bei den Infektionszahlen derzeit als stagnierend. Die Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern unterscheiden sich. Deutliche Anstiege verzeichneten im Vergleich der beiden vergangenen Wochen Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und das Saarland, heißt es im Wochenbericht.

Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa 

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: