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Gedenken und Trauer fĂŒnf Jahre nach Anschlag von Berlin

Von dpa
Aktualisiert am 19.12.2021Lesedauer: 3 Min.
Eine Frau steht am Mahnmal "Der Riss" zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von 2016.
Eine Frau steht am Mahnmal "Der Riss" zum Gedenken an die Opfer des Terroranschlags von 2016. (Quelle: Hannibal Hanschke/Reuters/Pool/dpa./dpa)
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Berlin (dpa) - FĂŒnf Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf dem Weihnachtsmarkt an der Berliner GedĂ€chtniskirche haben Politiker und Angehörige von Opfern an die Schreckenstat erinnert.

BundesprÀsident Frank-Walter Steinmeier rÀumte am Sonntagabend bei einer Andacht in der Kirche Fehler des Staates ein. "Der Staat hat sein Versprechen auf Schutz, auf Sicherheit und Freiheit nicht einhalten können", sagte Steinmeier. Er "steht in der Pflicht, die Fehler, VersÀumnisse und Probleme auszurÀumen, die dazu beigetragen haben, dass dieser Anschlag nicht verhindert wurde".

Unter den Teilnehmern der Andacht waren auch die neue Bundesinnenministerin Nancy Faeser, Berlins Regierender BĂŒrgermeister Michael MĂŒller, seine designierte Nachfolgerin Franziska Giffey (alle SPD) und mehrere Berliner Senatoren.

Nach der Andacht versammelten sich die etwa 200 Menschen zum Gedenken an dem Mahnmal an den Stufen hinter der Kirche. Dort lagen zahlreiche KrÀnze und Blumen. Auf den Stufen standen Fotos der Todesopfer und brennende Kerzen. Auch der Name des 13. Todesopfers - eines Helfers, der im Oktober dieses Jahres an den SpÀtfolgen seiner Verletzungen starb - war an den Stufen angebracht.

Die Beleuchtung am Weihnachtsmarkt wurde ausgeschaltet, es wurde still. Die Namen der Opfer wurden vorgelesen, wÀhrend an den Absperrgittern schweigend zahlreiche Besucher standen. Kurz nach 20.02 Uhr, dem Zeitpunkt des Anschlags, lÀutete eine Kirchenglocke 13 Mal.

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Am 19. Dezember 2016 war ein islamistischer Terrorist in einem entfĂŒhrten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gefahren. Infolge der Tat starben 13 Menschen, Dutzende wurden verletzt. Der AttentĂ€ter floh damals nach Italien, wo er von der Polizei erschossen wurde.

Steinmeier: Anschlag galt unserer Art zu leben

Steinmeier sagte weiter, der Anschlag habe die Hinterbliebenen in Schmerz und Trauer gestĂŒrzt. "Der Riss des 19. Dezember 2016 teilt Ihr Leben in ein Davor und ein Danach", sagte Steinmeier. Der Anschlag "galt unserer Art zu leben: in Frieden, Freiheit und Demokratie". Diese dĂŒrfe man sich nicht nehmen lassen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hatte zuvor erklĂ€rt: "Der Staat muss wehrhaft sein und seine BĂŒrgerinnen und BĂŒrger schĂŒtzen." Beide erinnerten an den tiefen Schmerz der Angehörigen.

Der Regierende BĂŒrgermeister MĂŒller sagte in der Kirche: "Auch wenn wir wachsam bleiben mĂŒssen, werden wir unser Leben nicht von Angst und Hass bestimmen lassen." Die Terroristen "haben keinen Sieg davon getragen".

Eine Frau, die ihren Vater bei dem Anschlag verlor, sprach in einer kurzen Rede am Mahnmal von einem "ewigen Schmerz". FĂŒr die Opfer gebe es ein Recht auf AufklĂ€rung. "Seien wir alle wach und wachsam."

Einige Opfer hatten sich in einem offenen Brief an die Bundesregierung unzufrieden geĂ€ußert. Sie forderten einen wĂŒrdigen Umgang mit den Betroffenen und die umfassende AufklĂ€rung der Tat. Bundesinnenministerin Faeser sagte dies zu. "Soweit noch Fragen offen sind, werden wir Antworten suchen." Sie betonte: "Nichts wird unter den Teppich gekehrt. Das sind wir den Opfern und Hinterbliebenen schuldig."

Die Opferorganisation Weißer Ring erinnerte daran, dass die Aufarbeitung noch lĂ€ngst nicht abgeschlossen sei. "Es laufen immer noch mĂŒhsame Prozesse vor allem im Bereich der OpferentschĂ€digung, es gibt etliche ErwerbsunfĂ€higkeiten von Betroffenen", sagte BundesgeschĂ€ftsfĂŒhrerin Bianca Biwer der "Heilbronner Stimme".

Kritik am Umgang mit Opfern und Hinterbliebenen

Teils kÀmen noch neue FÀlle hinzu, weil Menschen nur scheinbar gut zurecht gekommen seien. "Sie haben das Trauma zunÀchst gar nicht erkannt", sagte Biwer. Die Behörden hÀtten im Umgang mit den Opfern Fehler gemacht, etwa bei der Zusendung blutgetrÀnkter GegenstÀnde, aber auch bei EntschÀdigungsantrÀgen. "Da war kein opfersensibler Umgang zu erkennen, es gab keine Transparenz."

Der Berliner Opferbeauftragte Roland Weber sagte, die Kommunikation staatlicher Stellen sei von Anfang an nicht glĂŒcklich gewesen, und die Opfer hĂ€tten sich bei AntrĂ€gen auf UnterstĂŒtzung wie Bittsteller gefĂŒhlt. "Das fĂŒhrt zu Wut und Frust", sagte der Anwalt im Deutschlandfunk. Gleichwohl gebe es Verbesserungen. "Der Breitscheidplatz, denke ich, kann durchaus als ZĂ€sur im Opferschutz angesehen werden."

Bundesjustizminister Marco Buschmann (FDP) sagte den Opfern mehr UnterstĂŒtzung zu. "Die Betroffenen können gewiss sein, dass wir fĂŒr sie da sein werden." Er unterstĂŒtze den Plan der Ampel-Koalition, den 11. MĂ€rz zum nationalen Gedenktag fĂŒr die Opfer terroristischer Gewalt zu erklĂ€ren.

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