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Omikron-Variante: RKI rechnet mit "schlagartiger Erhöhung der Infektionsfälle"


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RKI warnt vor "schlagartiger Erhöhung der Infektionsfälle"

Von dpa, joh

Aktualisiert am 21.12.2021Lesedauer: 2 Min.
RKI-Chef Lothar Wieler (M.) bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Lauterbach: Sein Institut fürchtet eine "Überlastung des Gesundheitssystems".
RKI-Chef Lothar Wieler (M.) bei einer Pressekonferenz mit Gesundheitsminister Lauterbach: Sein Institut fürchtet eine "Überlastung des Gesundheitssystems". (Quelle: Emmanuele Contini/imago-images-bilder)
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Die Omikron-Variante des Coronavirus soll bald auch in Deutschland dominant sein. Das Robert Koch-Institut hat die Gefahr jetzt neu bewertet – und die Risikoeinschätzung für die Bevölkerung geändert.

Wegen der Omikron-Variante des Coronavirus hat das Robert Koch-Institut (RKI) seine Risikobewertung verschärft. Für doppelt Geimpfte sowie Genesene werde die Gefahr einer Ansteckung nun als "hoch" angesehen, teilte das RKI am Montag auf Twitter mit. Für Ungeimpfte bleibt es demnach "sehr hoch". Geimpfte mit Auffrischungsimpfung (Booster) gelten als moderat gefährdet. Insgesamt werde die Gesundheitsgefährdung der Bevölkerung als "sehr hoch" eingeschätzt. Das Institut warnt vor schlagartiger Erhöhung der Fallzahlen.

"Ursächlich hierfür ist das Auftreten und die rasante Verbreitung der Omikron-Variante, die sich nach derzeitigem Kenntnisstand (aus anderen Ländern) deutlich schneller und effektiver verbreitet als die bisherigen Virusvarianten", schreibt das RKI. Die aktuelle Entwicklung sei "sehr besorgniserregend".

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Zu befürchten seien bei weiterer Verbreitung von Omikron eine weitere Zunahme schwerer Erkrankungen und Todesfälle sowie ein Überschreiten der deutschlandweit verfügbaren intensivmedizinischen Behandlungskapazitäten.

Epidemiologe Zeeb rät zu raschem Handeln

Auch der Epidemiologe Hajo Zeeb warnte vor der Wucht einer möglichen Omikron-Welle. "Die Zahlen der Neuinfektionen und der Menschen im Krankenhaus wird vermutlich alles übersteigen, was wir bisher gesehen haben", sagte der Experte vom Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie in Bremen dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Erste Daten aus Großbritannien würden zeigen, "dass die Krankheitsschwere bei der Omikron-Variante ähnlich wie bei Delta ist". Vor allem im Januar müsse in Deutschland mit einer hohen Hospitalisierung gerechnet werden.

Angesichts dessen forderte Zeeb rasches Handeln. "Wir brauchen noch vor Neujahr schärfere Maßnahmen." Vor allem Kontaktbeschränkungen seien "äußerst sinnvoll und effektiv". Menschen sollten sich wieder auf einen kleinen, festen Personenkreis konzentrieren und sich darüber hinaus regelmäßig testen. "Zwischen drei und sieben Menschen halte ich für angemessen." Doch trotz Kontaktbeschränkungen und Impfungen sei eine generelle Ausbreitung von Omikron nicht mehr zu verhindern, so Zeeb. Neue Beschränkungen könnten das Tempo der Ausbreitung verlangsamen. Dies sei "zwingend notwendig, um das Gesundheitssystem nicht zu überlasten".

Im RKI-Wochenbericht vom vergangenen Donnerstag hatte es noch geheißen, das RKI schätze die Gefährdung für die Gesundheit der nicht oder nur einmal geimpften Bevölkerung in Deutschland "insgesamt als sehr hoch ein". Für vollständig Geimpfte war sie als moderat angesehen worden.

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Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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