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Lauterbach: "Werden wahrscheinlich eine Sommerwelle haben"

Von dpa, afp, lw

Aktualisiert am 08.04.2022Lesedauer: 3 Min.
Karl Lauterbach: Der Gesundheitsminister warnt vor einem ungewissen Herbst.
Karl Lauterbach: Der Gesundheitsminister warnt vor einem ungewissen Herbst. (Quelle: Carsten Koall/dpa-bilder)
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Die Impfpflicht wurde abgelehnt, nun steht Karl Lauterbach vor der Herausforderung, die Impfquote vor dem Herbst dennoch zu steigern. Er warnt vor einer m├Âglichen Ansteckungswelle im Sommer.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach sieht nach dem Scheitern einer vorsorgenden Corona-Impfpflicht die Notwendigkeit wieder st├Ąrkerer Schutzma├čnahmen f├╝r den Herbst. Mit den jetzigen Regeln des Infektionsschutzgesetzes werde man mit Sicherheit nicht ├╝ber die Runden kommen, sagte der SPD-Politiker am Freitag mit Blick auf zu erwartende h├Âhere Infektionszahlen.


Omikron-Variante: Was wir bisher wissen

Seit November 2021 ist die Omikron-Virus-Variante bekannt. Erstmals nachgewiesen wurde sie in S├╝dafrika. Mittlerweile dominiert Omikron das Pandemiegeschehen weltweit.
Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat Omikron als "besorgniserregend" eingestuft. Diese Klassifizierung ist ein Signal, dass eine Variante ansteckender ist oder zu schwereren Krankheitsverl├Ąufen f├╝hrt. Au├čerdem besteht bei "besorgniserregenden Varianten" die Gefahr, dass herk├Âmmliche Impfungen oder Medikamente weniger wirksam sind.
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W├Ąre die Impfpflicht beschlossen worden, seien vermutlich "mehr Freiheiten im Infektionsschutzgesetz" m├Âglich gewesen, sagte Lauterbach. Die Impfpflicht w├Ąre aus seiner Sicht "dringend n├Âtig" gewesen.

"Wahrscheinlich eine Sommerwelle"

Angesichts der nun weiter bestehenden Impfl├╝cke k├Ânne man etwa nicht ohne eine Maskenpflicht in den Herbst hineingehen. Lauterbach verwies darauf, dass das Gesetz ohnehin angegangen werden m├╝sse, da es zum 23. September auslaufe. "Der Spielraum f├╝r Lockerungen ist komplett aufgebraucht." Zum Infektionsgeschehen in den kommenden Monaten sagte der SPD-Minister: "Wir werden wahrscheinlich eine Sommerwelle haben."

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Der Minister r├Ąumte ein, dass das Scheitern des Kompromissentwurfs f├╝r eine allgemeine Impfpflicht zun├Ąchst ab 60 Jahren "eine klare und bittere Niederlage" f├╝r alle Bef├╝rworter und damit auch f├╝r ihn sei. Man gehe so ein drittes Mal nicht optimal vorbereitet in eine im Herbst zu erwartende Welle. Die Niederlage sei zugleich eine schlechte Nachricht f├╝r das Gesundheitspersonal, das Corona-Patienten betreue, und f├╝r alle Angeh├Ârigen von vulnerablen Gruppen. Au├čerdem handele es sich um eine "traurige Nachricht" in Bezug auf die schweren Erkrankungen und Todesf├Ąlle, die durch eine Impfpflicht h├Ątten verhindert werden k├Ânnen.

Scholz plant keinen neuen Versuch bei Impfpflicht

Das Verfahren habe aber ein klares Ergebnis gehabt, mit dem man nun leben m├╝sse. Man solle nun noch einmal eine kreative Informationskampagne f├╝r Impfungen entwickeln. Lauterbach appellierte an alle Menschen, sich vor Reisen ├╝ber die Osterferien testen zu lassen. Dies d├╝rfe nicht zu einer Unterbrechung der derzeit g├╝nstigen Entwicklung der Fallzahlen f├╝hren.

Ein von Lauterbach und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unterst├╝tzter Gesetzentwurf f├╝r eine allgemeine Impfpflicht war am Donnerstag im Bundestag klar gescheitert. Scholz hatte deutlich gemacht, dass er nun keine Basis f├╝r einen erneuten Anlauf sieht. "Es gibt im Bundestag keine Gesetzgebungsmehrheit f├╝r eine Impfpflicht. Das ist die Realit├Ąt, die wir jetzt als Ausgangspunkt f├╝r unser Handeln nehmen m├╝ssen", sagte er am Donnerstagabend.

R├╝ckgang der Infektionszahlen "sehr beruhigend"

Zur aktuellen Corona-Lage sagte Lauterbach, die Neuinfektionen gingen derzeit deutlich zur├╝ck. "Wir sind jetzt in einen relativ stabilen R├╝ckgang der Fallzahlen gekommen." F├╝r die Osterferien bat er darum, sich vor einer Reise testen zu lassen, damit es nicht zur Unterbrechung dieser Entwicklung komme. Bei den schweren Krankheitsf├Ąllen und den Sterbef├Ąllen sehe es allerdings nicht so gut aus, sagte Lauterbach weiter.

├ähnlich ├Ąu├čerte sich Lothar Wieler, der Pr├Ąsident des Robert Koch-Instituts (RKI). Der H├Âhepunkt der aktuellen Welle sei ├╝berschritten, sagte er. Die Fallzahlen l├Ągen aber immer noch auf hohem Niveau. Es sei "sehr beruhigend", dass die meisten Infektionen mit der Omikron-Variante mild verliefen. Gleichzeitig sei es bedr├╝ckend, dass immer noch t├Ąglich 200 bis 300 Todesf├Ąlle verzeichnet w├╝rden.

Eine bundesweite ├ťberlastung der Intensivstationen gebe es derzeit nicht, berichtete Gernot Marx, Pr├Ąsident der Deutschen Interdisziplin├Ąren Vereinigung f├╝r Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). Die Zahl der Covid-19-Patienten auf Intensivstationen liege seit Anfang Februar konstant zwischen 2.000 und 2.400. Dennoch seien die Stationen "mehr als belastet". Bei 40 Prozent von ihnen st├╝nden die Ampeln auf Rot. Operationen m├╝ssten verschoben werden, das Personal sei am Limit.

RKI-Pr├Ąsident r├Ąt weiter zu Masken

Wieler rief erneut dazu auf, sich impfen zu lassen. Eine Omikron-Infektion allein biete keinen Schutz gegen andere Varianten, sagte er. Die Impfung reduziere das Risiko f├╝r einen schweren oder gar t├Âdlichen Verlauf und auch das Risiko f├╝r Langzeitfolgen. F├╝r bestimmte Gruppen sei ÔÇô wie es die St├Ąndige Impfkommission empfehle ÔÇô auch eine vierte Impfung sinnvoll.

Au├čerdem riet Wieler dazu, in Innenr├Ąumen weiter Masken zu tragen. Es sei ein Sommer mit h├Âheren Fallzahlen als in den letzten beiden Sommern zu erwarten, sagte der RKI-Pr├Ąsident. "Lassen Sie uns gemeinsam f├╝reinander sorgen und positiv nach vorne blicken."

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