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Neubauer spricht von Pipeline-Sabotage – AfD zeigt sie an

Von t-online, lr

Aktualisiert am 14.06.2022Lesedauer: 2 Min.
Luisa Neubauer auf einer Demo im März: Ihre Aussagen zu einer umstrittenen Ölpipeline sorgten für große Kritik.
Luisa Neubauer auf einer Demo im März: Ihre Aussagen zu einer umstrittenen Ölpipeline sorgten für große Kritik. (Quelle: xim.gs/imago-images-bilder)
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In einem Video spricht die Klimaaktivistin Luisa Neubauer davon, eine geplante Rohöl-Pipeline "in die Luft zu jagen". Das sei eine Anlehnung an ein bekanntes Buch, verteidigt sie sich – und löst doch Empörung aus.

Die EACOP-Pipeline ist das größte Projekt seiner Art weltweit. Sie soll Rohöl über mehr als 1.400 Kilometer transportieren und rund zehn Milliarden Dollar kosten – eine Horrorvorstellung für Klimaschützer weltweit. Auch die deutsche Aktivistin Luisa Neubauer spart nicht mit Kritik daran. Ihre jüngste Aussage sorgt nun für Wirbel – und wird von einigen gar als Ankündigung von Ökoterrorismus aufgefasst.

"Natürlich denken wir darüber nach, wie man die längste Rohöl-Pipeline der Welt in die Luft jagen könnte", sagte sie in einem auf Instagram veröffentlichten Video. In den sozialen Netzwerken gab es heftige Kritik an ihrer Aussage. Neubauer verwies darauf, dass ihre Wortwahl an ein Buch des schwedischen Klimaforschers Andreas Malm angelehnt sei: "How to Blow Up a Pipeline".

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Malm gilt als radikaler Klimaschützer und vertritt die These, dass Sabotage ein legitimes Mittel des Protests sei. Ein Gastbeitrag von ihm im "Spiegel" war kürzlich mit den Worten überschrieben: "Militante Klimakämpfer verlangen die Eskalation".

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Fridays-for-Future-Aktivistin Neubauer verwies auch darauf, dass die EACOP-Pipeline noch gar nicht gebaut sei. Ihre Aussage sei demnach anders zu verstehen gewesen: "Wir wollen, dass die Baupläne abgeblasen werden."

AfD-Politiker überzeugte das nicht. Sowohl der stellvertretende Fraktionschef Norbert Kleinwächter als auch die Vize-Sprecherin der Partei, Beatrix von Storch, erstatteten Anzeige. Kleinwächter sagte: "So eine Gewaltankündigung öffentlich zu verbreiten, ist kein Scherz mehr." Von Storch sprach davon, es drohe ein "Klimaterrorismus".

Die Pipeline soll aus Uganda bis zum Hafen von Tanga in Tansania führen. Sie wäre nach Fertigstellung die längste beheizte Pipeline der Welt. Umweltschützer beklagen, dass entlang der gesamten Pipeline diverse Naturschutzgebiete liegen. Auch die Ölfelder in Uganda liegen zu einem großen Teil in einem solchen Gebiet. NGOs kritisierten zudem, dass bis zu 120.000 Menschen enteignet und zwangsweise umgesiedelt werden müssten.

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