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Milliardenpaket: So will Christian Lindner die Bürger entlasten

Von t-online
Aktualisiert am 08.08.2022Lesedauer: 2 Min.
Christian Lindner: Der FDP-Chef und Finanzminister kann sich eine Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke vorstellen.
Christian Lindner: Der FDP-Chef und Finanzminister will ein Entlastungspaket im Wert von 10 Milliarden Euro schnüren. (Quelle: Kay Nietfeld/dpa-bilder)
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Die Preise steigen weiter. Um dem entgegenzuwirken, plant Finanzminister Christian Lindner ein umfangreiches Entlastungspaket.

Wenn es nach Bundesfinanzminister und FDP-Chef Christian Lindner geht, können sich Bürgerinnen und Bürger im Jahr 2023 auf ein großes Entlastungspaket freuen. 10,1 Milliarden Euro soll das Gesamtvolumen der Maßnahmen umfassen, berichtet der "Spiegel". Demnach will Lindner nicht nur die Inflationsgewinne aus diesem Jahr zurückgeben, auch eine Erhöhung des Kindergeldes stehe im Raum. Im Jahr 2024 soll es demnach einen weiteren großen Entlastungsschritt geben, der sich auf rund vier Milliarden Euro belaufen soll.

Bereits Ende Juli hatte Lindner einen solchen Vorschlag angekündigt, allerdings noch keine Details zum Umfang mitgeteilt. Eine Stellschraube, an der er drehen will, ist der Grundfreibetrag – also das Existenzminimum, auf das der Staat keine Steuern erhebt. Dieser Betrag soll von derzeit 10.348 Euro auf 10.633 Euro im nächsten und 10.933 Euro im übernächsten Jahr steigen. Auch der Spitzensteuersatz solle erst ab einem höheren Gehalt als bisher gelten. Aktuell setzt er bei einem zu versteuernden Einkommen von 58.597 Euro ein. 2023 soll er dann bei 61.972, 2024 bei 63.521 Euro greifen.

Mehr Kindergeld geplant

Auch Familien sollen vom Entlastungspaket profitieren. Deshalb plant Christian Lindner eine Erhöhung des Kindergeldes. Für die ersten zwei Kinder sollen Eltern laut "Spiegel" im Jahr 2023 acht Euro mehr im Monat bekommen, es würde somit auf 227 Euro steigen. Für das dritte Kind soll es zwei Euro mehr geben, dann also ebenfalls 227 Euro. 2024 soll das Kindergeld für die ersten drei Kinder dann noch mal auf insgesamt 333 Euro ansteigen.

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Sehr hohe Einkommen gehen nach Lindners Plänen bislang leer aus. Das liegt daran, dass der Bundesfinanzminister die Einkommensgrenze, ab der die Reichensteuer gilt, nicht anpassen will. Das läuft darauf hinaus, dass Einkommensbestandteile, die 227.826 Euro übersteigen, nicht entlastet werden.

Der finanzielle Aufwand fällt dem Bericht zufolge zu je 42,5 Prozent auf Bund und Länder, den Rest sollen die Kommunen tragen. In seinem Haushaltsentwurf für 2023 hat Lindner für die Steuerausfälle schon vorgesorgt.

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Verwendete Quellen
  • spiegel.de: "Lindner will Bürger um zehn Milliarden Euro entlasten" (kostenpflichtig)
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  • Annika Leister
Von Annika Leister
Christian LindnerKindergeld
Politiker

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